St. Marien-Mitarbeiter fordern Ende des Spardiktats

LÜNEN Ein Krankenhausbett mitten in der Innenstadt? Die City-Bummler staunten nicht schlecht, zumal dem Bett Geschäftsführung und Mitarbeiter des St. Marien-Hospitals folgten. Mit der Aktion wollten sie ein klares Zeichen setzen: So wie bisher geht es nicht mehr weiter.

von Von Magdalene Quiring-Lategahn

, 12.09.2008, 14:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mitarbeiter des St. Marien-Hospitals traten in der Lüner Innenstadt für eine bessere finanzielle Ausstattung von Krankenhäusern ein.

Mitarbeiter des St. Marien-Hospitals traten in der Lüner Innenstadt für eine bessere finanzielle Ausstattung von Krankenhäusern ein.

Wie es bisher läuft, kann es aus ihrer Sicht nicht weitergehen. „Eure Politik kostet unsere Gesundheit“, heißt es auf einem Transparent.

Die Mitarbeiter fordern ein Ende des Spardiktats für die Kliniken, um deren finanzielle Not zu lindern. Sie rufen die politisch Verantwortlichen auf, den Deckel von den Krankenhausbudgets zu nehmen, einen „Ausgleich für steigende Energie- und Sachkosten zu schaffen sowie eine Gegenfinanzierung der Tariflohnsteigerungen und mehr Geld für Arbeitsplätze und Nachwuchssicherung bereitzustellen.

Matthias Beckmann, Geschäftsführung, Markus Lingenauber, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, und Michael Billeb, Mitglied der Arbeitsrechtlichen Kommission des Deutschen Caritasverbandes und Geschäftsführer für den Bereich Krankenhausplanung NRW, gingen auch auf Bürger zu. „Viele zeigen Verständnis für unser Anliegen und unterstützen es auch“, schildert Markus Lingenauber seine Erfahrung.

Gemeinsam mit Pflegekräften und einer angehenden Ärztin verteilten sie Informationsblätter und machten gleichzeitig auf die Großdemonstration am Donnerstag, 25. September, in Berlin aufmerksam.   Aus Lünen und Werne werden etwa 200 Krankenhausbeschäftigte zum Brandenburger Tor reisen. „Mehr Last für Krankenhäuser geht nicht“, lautet ihre Botschaft. Die Finanzierung, so Billeb, sei letztlich eine gesellschaftliche Frage. Das Geld soll schließlich den Patienten zugute kommen.

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