Stadt informiert über neues Windrad in Brambauer

Info-Abend

Ein Windrad soll sich bald über Brambauer drehen. Am 3. November werden die Bürger über das geplante Projekt auf der Halde an der Elsa-Brändström-Straße informiert. Hier lesen Sie, wie viele Haushalte durch die neue Windkraftanlage mit Strom versorgt werden können.

LÜNEN

, 01.11.2015, 19:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadt informiert über neues Windrad in Brambauer

Blick auf die begrünte Halde an der Elsa-Brandström-Straße. Hier will das Unternehmen RAG Montan Immobilien ein Windrad errichten.

Wie Thomas Berger, Leiter der Lüner Stadtplanung, auf Anfrage erklärte, findet am Dienstag. 3. November, um 17.30 Uhr in den Räumen der Arbeitsloseninitiative, Am Kühlturm 6, eine Informationsveranstaltung zu einem geplanten Projekt statt: In Brambauer soll eine Windkraftanlage gebaut werden.

Veranstalter ist das Unternehmen RAG Montan Immobilien, das laut Berger auch den Antrag auf Genehmigung der Anlage nach Bundes-Immissionsschutzgesetz gestellt hat.

Etwa 1300 Haushalte können mit Strom versorgt werden

Im April 2015 hatte Berger das Projekt bereits einmal stichwortartig dem Ausschuss für Stadtentwicklung präsentiert. Danach soll auf der Halde an der Elsa-Brändström-Straße ein 130 bis 150 Meter hohes Windrad zur Stromerzeugung errichtet werden. Die Leistung der Windkraftanlage betrage etwa 4600 Megawattstunden im Jahr, was dem Bedarf von etwa 1300 Haushalten entspreche.

„Bergehalden im flachen, nördlichen Ruhrgebiet sind unter bestimmten Voraussetzungen für Windenergieanlagen ideale Standorte“, heißt es auf der Homepage der RAG Montan Immobilien. Dort wird als Referenzprojekt die Halde Brinkfortsheide in Marl genannt. Nähere Informationen zum Projekt in Brambauer waren gestern von der RAG nicht zu bekommen.

Gutachter Informieren über Nachteile der Anlage

Zur Bürgerinformation in Brambauer werden laut Berger neben Vertretern des Bauherrn auch die Gutachter erwartet, die im Rahmen des Genehmigungsverfahrens Stellung bezogen haben. Dabei geht es etwa um mögliche störende Auswirkungen des Windrades auf die Umgebung.

Wie Thomas Berger im April dem Stadtentwicklungsausschuss erklärte, befinden sich drei Wohngebäude in einem Radius rund um den geplanten Standort, der dem Dreifachen der Windradhöhe entspreche. Außerhalb dieses Bereiches werde im Grundsatz nicht von einer störenden Wirkung ausgegangen. 

Auch an anderer Stelle wird in Lünen ein Windrad gebaut

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