Stadt Lünen entdeckt Kolibakterien im Wasser

Spielplatz am Tobiaspark

Schon seit über drei Wochen fließt auf dem Spielplatz am Tobiaspark kein Wasser für die Kinder. Am Montag nannte die Stadt auf Nachfrage den Grund: Eine Probe habe ergeben, dass das Wasser mit Kolibakterien belastet ist. Wann das Wasserspiel wieder Bakterien-frei genutzt werden kann, steht noch nicht fest.

LÜNEN

, 19.06.2017, 18:57 Uhr / Lesedauer: 1 min
Spielspaß am sprudelnden Wasser gibt es zur Zeit nicht im Tobiaspark. Der Spielplatz sitzt auf em Trockenen. "Der Brunnen bzw. das Wasserspiel wurde vorübergehend abgestellt, da diese Woche Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Sobald diese abgeschlossen sind, wird er wieder ganz normal in Betrieb gehen", teilte die Stadt dazu auf Anfrage mit. Bis es soweit ist, müssen sich die Kinder mit dem Trampolin nebenan begnügen. Bei der Hitze der letzten Tage wäre sprudelndes Wasser sicher schöner gewesen. RN-Foto Fiedler

Spielspaß am sprudelnden Wasser gibt es zur Zeit nicht im Tobiaspark. Der Spielplatz sitzt auf em Trockenen. "Der Brunnen bzw. das Wasserspiel wurde vorübergehend abgestellt, da diese Woche Wartungsarbeiten durchgeführt werden. Sobald diese abgeschlossen sind, wird er wieder ganz normal in Betrieb gehen", teilte die Stadt dazu auf Anfrage mit. Bis es soweit ist, müssen sich die Kinder mit dem Trampolin nebenan begnügen. Bei der Hitze der letzten Tage wäre sprudelndes Wasser sicher schöner gewesen. RN-Foto Fiedler

Kolibakterien können beim Menschen, insbesondere bei Kleinkindern, schwere Erkrankungen auslösen. Fieber, Durchfall und Erbrechen zählen zu den Symptomen. Deshalb bleibt die Anlage laut Stadt „bis auf Weiteres gesperrt“.

Die ursprüngliche Begründung war: Wartungsarbeiten

Warum das Wasserspiel trockengelegt wurde, wollte unsere Redaktion erstmals am 29. Mai von der Stadt wissen. Am 30. Mai lautete die Antwort: Wartungsarbeiten. Am Montag hakten wir nochmals nach und die Stadt teilte mit, dass bei der „routinemäßigen Entnahme einer Probe“ die Bakterienbelastung festgestellt worden sei.

Die Anlage ist ein geschlossenes System, in dem das Wasser immer wieder zu vier Sprudlern hochgepumpt wird. „Kein Trinkwasser“, warnt ein kleines Schild an der Mauer.

Eine umfassende Desinfektion hat das Problem noch nicht ganz gelöst

Bisher habe es keine solche Bakterienbelastung gegeben, so die Stadt. Man habe inzwischen die gesamte Anlage von einer Fachfirma desinfizieren lassen. Aber auch eine danach entnommene Probe sei nicht einwandfrei gewesen. Woher die Verunreinigung komme, wisse man bisher nicht.

Die Untersuchungen mit Beteiligung des Kreises Unna (Untere Wasserbehörde, Gesundheitsamt) seien noch nicht abgeschlossen. „Wir wollen eine Gesundheitsgefahr, insbesondere für Kinder, ausschließen“, sagte Stadtsprecherin Julia Schmidt. Am Wasserspiel vor dem Rathaus, das auch beliebt bei Kindern ist, gebe es keine Auffälligkeiten in Sachen Wasserqualität, betont die Stadt.

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