Stadt Lünen plant den Weihnachtsmarkt 2017

Nach großer Kritik 2016

Am Lüner Weihnachtsmarkt 2016 gab es viel Kritik - umso entschlossener ist man bei der Stadt, für 2017 eine bessere Lösung zu finden. Um den Stand der Planungen ging es in dieser Woche im Ausschuss für Kultur und Europaangelegenheiten. Starke Diskussionen gab es vor allem um ein Thema.

LÜNEN

, 10.02.2017 / Lesedauer: 2 min
Stadt Lünen plant den Weihnachtsmarkt 2017

So sah es auf dem Lüner Weihnachtsmarkt 2016 aus.

Der Weihnachtsmarkt 2017 muss toll werden – da waren sich die Mitglieder des Ausschusses für Kultur und Europaangelegenheiten einig. Wie er aussehen soll, welche Publikumsmagnete geplant sind - dazu gab es noch nichts Konkretes. Die Verwaltung erarbeite derzeit Vorschläge, hieß es. 

„Wir wollen Bausteine erstellen zum Erscheinungsbild, zur Beleuchtung und was wir uns als Highlight vorstellen können“, so Erster Beigeordneter Horst Müller-Baß. Das alles soll dann am 1. März bei einem Workshop im Hansesaal vorgestellt und diskutiert werden. Eingeladen sind Weihnachtsmarkt- und Wochenmarkthändler, Vertreter der City-Rings und interessierte Bürger. 

Sondersitzung am 22. März

Müller-Baß: „Wir werden dann auch die Rahmenbedingungen darstellen. Die Lange Straße ist nun mal kein gemütlicher Marktplatz mit Fachwerkhäusern.“ Das Ergebnis des Workshops soll dann in ein Konzept münden, über das Kulturausschuss und Ausschuss für Sicherheit und Ordnung in einer Sondersitzung am 22. März entscheiden.

Der Zuschussbedarf für den Weihnachtsmarkt liegt jährlich bei etwa 15.000 Euro, so Kulturbüroleiter Uwe Wortmann auf Nachfrage von Wolfgang Manns (GFL). Eine lange Diskussion entstand um den Antrag der GFL, die Mittel für die Städtepartnerschaften für 2017 um die Hälfte zu kürzen und das Geld als Anschubfinanzierung für ein Weihnachtsmarkt-Highlight zu nutzen.

"Völlig falsches Signal"

Das lehnten alle anderen Fraktionen ab – mit Blick auf die Bedeutung der Städtepartnerschaften und „dass das Budget von 5000 Euro pro Partnerstadt schon auf Kante genäht“ sei, so Benedikt Wüstefeld (Grüne). „Es wäre vom Ausschuss für Europaangelegenheiten ein völlig falsches Signal“, so Annette Droege-Middel (CDU).

Sie setzt auch auf die Beteiligung von Unternehmen an der Weihnachtsmarkt-Finanzierung. Dass die Betreuung der Städtepartnerschaften ehrenamtlich durch Vereine geleistet werden soll, wie es der GFL-Antrag vorsah, sei, so Uwe Walter (SPD) „nicht machbar“.

Aus dem Budget für die Städtepartnerschaften finanziere man auch Aktionen im Rahmen der europaaktiven Kommune und der Hansebewegung, erläuterte Müller-Baß. Man könne nicht „per Beschluss verordnen“, dass Ehrenamtliche sich um Partnerschaften kümmern.

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