Stadt Lünen prüft Lösungen für öffentliche Toilette

Cappenberger See

Es ist eine anrüchige Sache. So anrüchig, dass viele Spaziergänger die öffentliche Toilette am Cappenberger See aufgrund ihres Zustandes am liebsten meiden. Doch Besserung kommt in Sicht. Wenn auch nicht von heute auf morgen.

WETHMAR

, 11.10.2014, 07:06 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die WC-Anlage am Cappenberger See ist »in erbärmlichen Zustand«.

Die WC-Anlage am Cappenberger See ist »in erbärmlichen Zustand«.

  • Die WC-Anlage im vorhandenen Gebäude auf einen technisch und hygienisch aktuellen Stand bringen.
  • Eine zeitgemäße Anlage neu errichten, sollte das wirtschaftlicher sein.
  • Eine öffentliche Toilettenanlage in das vom TuS Westfalia Wethmar geplante neue Sportheim integrieren. Der Sportplatz des Vereins befindet sich nur ein paar Meter entfernt.

Für diesen Prüfauftrag gab der Ausschuss für Sicherheit und Ordnung in seiner Sitzung am Dienstag grünes Licht. Aus dem Ausschuss kam auch die Anregung, zu klären, ob die WC-Anlage im benachbarten Freibad in der Übergangszeit genutzt werden kann. 

Das Thema ist eines mit längerem Anlauf. Es drückt quasi. Die SPD hatte nach „mehrmaliger Besichtigung vor Ort“ festgestellt, dass die Toilettenanlage am See „in erbärmlichem Zustand“ und ihre Benutzung nicht mehr zumutbar sei. Deshalb würden dringende Bedürfnisse manchmal außerhalb erledigt. Die Sozialdemokraten stellten darum schon im Mai 2014 einen Dringlichkeitsantrag im Betriebsausschuss Zentrale Gebäudebewirtschaftung (ZGL). Der ZGL-Ausschuss erklärte sich allerdings am 20. Mai für nicht zuständig und verwies an den Ausschuss für Sicherheit und Ordnung.

Dieser Zeitverzug führte zu einer kleinen Pointe im Beschlussvorschlag: Im Mai hatte die SPD eine „schnellstmögliche Realisierung, sofern finanziell möglich, mit Blick auf die bevorstehende Sommerzeit“ gefordert. Die Stadtverwaltung weist nun der guten Ordnung halber darauf hin, dass man den Passus „mit Blick auf die bevorstehende Sommerzeit“ nicht übernommen habe. „Der Antrag hat sich auch nicht überholt, denn der nächste Sommer kommt bestimmt“, sagte Rüdiger Billeb (SPD) in der Ausschusssitzung. Klar, die Sommerzeit ist vorbei. Anrüchig bleibt das Thema aber weiterhin.

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