Feuerwerk

Stadt Lünen zu Silvester-Regeln: Amt kann bei Privat-Partys einschreiten

Auch an Silvester gelten die Corona-Regeln: Keine Partys, kein Verkauf von Feuerwerk, kein Alkohol in der Öffentlichkeit. Die Stadt Lünen habe auch eine Handhabe bei Partys in Privat-Räumen.
Die Stadt Lünen bittet darum, auf das Abbrennen von Feuerwerkskörpern zu verzichten. © picture alliance/dpa

Unter dem Vorzeichen der Corona-Pandemie steht auch Silvester. Das bedeutet keine Partys, kein Verkauf von Feuerwerk, kein Alkohol in der Öffentlichkeit. Die Stadt Lünen nennt die wichtigsten Corona-Regeln für Silvester:

In den jüngsten Corona-Schutzverordnungen wurde ergänzt, dass „Partys und vergleichbare Feiern“ generell untersagt sind – oder wie Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann kurz vor Weihnachten verdeutlichte: „Partys sind verboten. Punkt.“ Das gelte auch an Silvester.

„Da Partys laut der Verordnung „generell“ verboten sind, haben Ordnungsamt und Polizei grundsätzlich auch eine Handhabe, wenn eine Party in Privaträumen stattfinden sollte“, so Pressesprecher Benedikt Spangardt. Die Stadt Lünen appelliert daher an alle Bürgerinnen und Bürger, auch im Privaten auf Partys vollkommen zu verzichten. Im öffentlichen Raum gelte ohnehin weiterhin das generelle Ansammlungsverbot, nach dem sich höchstens zwei Hausstände mit bis zu fünf Personen treffen dürfen.

Stadt bittet, auf Feuerwerk zu verzichten

Mit der Coronaschutzverordnung hat das Land den Städten ermöglicht, auf öffentlichen Flächen das Abbrennen von Feuerwerk zu verbieten. Davon hat die Stadt Lünen keinen Gebrauch gemacht. Sie weist aber trotzdem darauf hin, dass in diesem Jahr kein Feuerwerk abgebrannt werden sollte. So werde die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen verringert, die erfahrungsgemäß jedes Jahr in der Silvesternacht Kapazitäten in den Krankenhäusern und beim Rettungsdienst binden.

Verkauf von Feuerwerk ist verboten

Der Verkauf des üblichen Silvesterfeuerwerks ist in diesem Jahr ohnehin verboten: Das Bundesinnenministerium hat die Sprengstoffverordnung geändert und verbietet den Verkauf von Feuerwerk der Kategorie F2. Darunter fallen Batteriefeuerwerk, Raketensortimente, Böller, Vulkane und anderes Leuchtfeuerwerk. Feuerwerk der Kategorie F1 („Kinderfeuerwerk“ oder „Tischfeuerwerk“) – also beispielsweise Knallerbsen, Partyknaller und Wunderkerzen – ist von dem Verbot nicht betroffen. Das Ordnungsamt kontrolliert, ob sich Gewerbebetriebe an das Verkaufsverbot halten.

Im öffentlichen Raum ist es derzeit verboten, Alkohol zu trinken. Auch diese Regel gilt an Silvester und Neujahr.