Stadt prüft Tempo 30 auf der ganzen Moltkestraße - weiter Kritik an großer Kreuzung

rnVerkehr in Lünen

Die aus Sicht vieler Radfahrer unbefriedigende Verkehrssituation an der Kreuzung Moltkestraße/Konrad-Adenauer-Straße war am Mittwoch (12.) Thema der Sprechstunde „Bürgermeister vor Ort.“

Lünen

, 13.06.2019, 11:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für einen Teil der Moltkestraße gilt bereits Tempo 30. In einigen Monaten könnte diese Geschwindigkeitsbegrenzung für die gesamte Straße gelten.

„Ich sehe die Notwendigkeit, im ganzen Bereich auf Tempo 30 zu gehen.“ Das sagte Lünens Technischer Beigeordneter Arnold Reeker am Mittwoch (12.) bei einem Ortstermin der Stadtspitze mit zehn Anwohnern der Moltkestraße an der Kreuzung Moltkestraße/Konrad-Adenauer-Straße. Zu dem Termin hatte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns eingeladen.

Stadt prüft Tempo 30 auf der ganzen Moltkestraße - weiter Kritik an großer Kreuzung

Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns (l.), Technischer Beigeordneter Arnold Reeker (r.) und Verkehrsplaner Robert Pertras (2.v.r.) im Gespräch mit Anwohnern der Moltkestraße. © Storks

Wie Reeker auf Nachfrage unserer Redaktion sagte, werde sich die Abteilung Mobilität und Verkehrsplanung der Sache annehmen. Frühestens nach den Sommerferien könne ein Ergebnis der Prüfung vorliegen und die Öffentlichkeit und die Politik darüber informiert werden, sagte Arnold Reeker weiter.

Der Zustimmung der Politik bedarf es nicht. Die von den Anwohnern der Straße aus Sicherheitsgründen einmal mehr eingeforderte Geschwindigkeitsreduzierung falle in den Aufgabenbereich der Verwaltung und bedürfe nicht der Zustimmung der Politik. Einzig die Polizei sei zu dem Thema zu hören, erklärte der Technische Beigeordnete.

Wie schon in der Vergangenheit, machte Reeker bei dem Ortstermin keinen Hehl daraus, dass die zum Schutz der Radfahrer ergriffenen Maßnahmen - neue Ampeln, neue Fahrbahn-Markierungen, neue Ampelschaltung - an der Gefahrenkreuzung ganz bestimmt nicht der Weisheit letzter Schluss seien.

Finanzielle Grenzen

„Wir haben das gemacht, was wir mit unseren finanziellen Mitteln machen konnten“, sagte Reeker. Nach Angaben des Technischen Beigeordneten hat die Stadt in den Kreuzungsbereich etwa 200.000 Euro investiert. „Ein kompletter Umbau der Kreuzung hätte rund eine Million Euro gekostet.“

Dazu hatte ADFC-Sprecher Jürgen Heidenreich Ende vergangenen Jahres im Gespräch mit unserer Redaktion erklärt: „Die gefundene Lösung ist ein Armutszeugnis für die vermeintlich fahrradfreundliche Stadt Lünen.“

Stadt prüft Tempo 30 auf der ganzen Moltkestraße - weiter Kritik an großer Kreuzung

Links im Bild ist der für Radfahrer mit einem Piktogramm versehene Mehrzweckstreifen zu sehen. Auf diesen Streifen soll das an dem Laternenmasten angebrachte blaue Radfahr-Schild mit dem nach unten links zeigenden Pfeil hinweisen. © Storks

Nach wie vor, das wurde bei dem Ortstermin deutlich, stellt die gefundene Wegeführung und deren teilweise Ausschilderung die Radfahrer vor große Probleme. Da gibt es mit Piktogrammen versehene (echte) rote Radfahrstreifen, da gibt es aber auch rote Fahrstreifen, bei denen es sich lediglich um sogenannte Angebotsstreifen für Radfahrer handelt und eben nicht um tatsächliche Radfahrstreifen.

Nicht zu vergessen die grauen, mit Piktogrammen versehenen Mehrzweckstreifen. „Wer kommt da noch mit?“, fragten sich die Anwohner. Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns und Arnold Reeker nahmen das zur Kenntnis und sagten zu, dass sich die Verwaltung die Führung der Radfahrstreifen noch einmal genau anschauen wird.

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