Stadt sagt Lünsche Mess 2021 ab: „Entscheidung ist sehr schwergefallen“

Kirmes

Die Lünsche Mess fällt auch 2021 aus. Das hat der städtische Krisenstab entschieden. Lünens Kulturdezernent erklärt die Gründe, die schlussendlich zur Absage geführt haben.

Lünen

07.07.2021, 14:40 Uhr / Lesedauer: 2 min
Viele Menschen die fröhlich miteinander feiern, wie hier auf einem Archivbild von 2019, wird es auf der Lünschen Mess 2021 nicht geben. Die Veranstaltung wird wegen der Pandemie abgesagt.

Viele Menschen die fröhlich miteinander feiern, wie hier auf einem Archivbild von 2019 wird es auf der Lünschen Mess 2021 nicht geben. Die Veranstaltung wird wegen der Pandemie abgesagt. © Goldstein (A)

Die Lünsche Mess fällt in diesem Jahr aus. Das gibt die Lüner Stadtverwaltung bekannt. Zuvor hatte sich der städtische Krisenstab – der Stab für außergewöhnliche Ereignisse (SAE) – mit dem Thema beschäftigt.

„Wir haben lange darüber diskutiert, ob und wie wir die Lünsche Mess stattfinden lassen können. Deshalb ist uns die Entscheidung sehr schwergefallen“, erklärt Kulturdezernent Horst Müller-Baß. Die Lünsche Mess sollte eigentlich vom 9. bis zum 12. September stattfinden.

Zwei Gründe seien laut Verwaltung entscheidend für die Absage gewesen. Der eine ist laut Müller-Baß die Entwicklung der Pandemie: „Obwohl die Inzidenzen im Moment niedrig sind, können wir aktuell nicht voraussehen, wie sich das Infektionsgeschehen im September entwickeln wird. Gerade für die Schaustellerinnen und Schausteller ist Planungssicherheit aber besonders wichtig.“ Deshalb sei die Absage schon jetzt notwendig geworden, um nicht bereits erteilte Zusagen zurücknehmen zu müssen.

Zaun um komplette Innenstadt wäre notwendig

Der zweite Grund liegt in der aktuellen Coronaschutzverordnung begründet, heißt es weiter. Ab 27. August sind Volksfeste – einschließlich Kirmesveranstaltungen – zwar erlaubt, grundsätzlich auch mit mehr als 1000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Das gilt jedoch nur, wenn das Land NRW in der Inzidenzstufe 1 ist (unter zehn Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner).

Alle Besucherinnen und Besucher müssen außerdem einen negativen Coronatest vorweisen. „Um diese Regelungen umzusetzen, müssten wir die gesamte Innenstadt umzäunen und Kontrollen durchführen. Das ist schwer umsetzbar“, so Müller-Baß weiter.

Alternative Veranstaltungen starten im Juli

Trotz der Absage arbeite das Kulturbüro Lünen nun mit allen Partnern an alternativen Veranstaltungsformaten, um das kulturelle Leben in Lünen in den Sommer- und Herbstmonaten zu bereichern. Am 11. Juli startet zum Beispiel die zweite Auflage der 2020 spontan ins Leben gerufenen Open-Air-Reihe „Freiluft Kultur“.

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„Die Kultur hat besonders unter der Pandemie gelitten. Und ich bin mir sicher, dass sich viele Bürgerinnen und Bürger vor dem Hintergrund der aktuell niedrigen Inzidenzen auf die Lünsche Mess gefreut haben“, sagt Host Müller-Baß. „Ich hoffe aber, dass wir den Lünerinnen und Lünern spätestens im nächsten Jahr wieder das übliche bunte Veranstaltungsprogramm in unserer Stadt bieten können.“

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