Stadt soll nicht um jeden Preis "an der Lippe" heißen

Zusatz im Städtenamen

Die SPD-Fraktion will bei dem Ortsschild "Lünen an der Lippe" nicht um jeden Preis mitmachen. Die Fraktion ist überzeugt, dass es im Moment Wichtigeres gibt als den Titel offiziell beim Innenministerium des Landes zu beantragen.

LÜNEN

15.11.2011, 16:23 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadt soll nicht um jeden Preis "an der Lippe" heißen

Das Land NRW hat den Weg freigemacht für Städte, die mit einem individuellen Zusatz ihres Städtenamens ein Alleinstellungsmerkmal widerspiegeln wollen.  SPD-Fraktionsvorsitzender Rolf Möller macht darauf aufmerksam, dass eine offizielle Umbenennung an die 100.000 Euro kosten könnte.„Die Nachbarstadt Werne hat vor sechs Jahren eine Umbenennung vornehmen wollen, die damals schon etwa 70.000 Euro kosten sollte“, schüttelt der Fraktionsvorsitzende mit dem Kopf und denkt dabei an die Investitionen im U3-Bereich, an die Flächenoptimierung von ZGL, die nicht einzuhalten ist und an viele andere Maßnahmen, die noch abzuarbeiten sind.

Voraussetzung für den Namenszusatz ist, dass der Rat den Zusatz mit einer Mehrheit von 75 Prozent der Ratsmitglieder beschließt und der Innenminister dem Zusatz zustimmt. „Aus Gründen des Stadtmarketings macht es Sinn, die örtliche Besonderheit der Stadt zu vermarkten, aber nicht um jeden Preis“, so der Fraktionsvorsitzende weiter. Deshalb werde die SPD-Fraktion erst die Kosten der offiziellen Umbenennung schwarz auf weiß ermittelt haben, bevor sie dieser Idee zustimmt.

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