Stadtquartier am Park: Insolvenzverfahren eröffnet

Lüner 22-Millionen-Projekt

Probleme über Probleme gab es beim Lüner Luxusbau-Projekt "Stadtquartier am Park": Handwerker warteten auf ihr Geld, ein nicht verlängerter Kredit, Probleme mit der Fassade - im Dezember dann der Insolvenzantrag. Was zunächst nur ein vorläufiges Verfahren war, ist nun offiziell eröffnet worden. Trotzdem soll weiter gebaut werden.

LÜNEN

, 09.02.2017, 16:30 Uhr / Lesedauer: 1 min
Stadtquartier am Park: Insolvenzverfahren eröffnet

Kurz vor Bauabschluss steht das Stadtquartier am Park in Lünen vor einer ungewissen Zukunft. Wegen Überschuldung haben die Geschäftsführer ein Insolvenzverfahren eingeleitet.

Erst war es nur ein vorläufiges Verfahren, in dieser Woche ist das Insolvenzverfahren über die Park Concept Lünen GmbH & Co KG vor dem Amtsgericht Dortmund offiziell eröffnet worden. Das bestätigte Insolvenzverwalter Dr. Christoph Schulte-Kaubrügger auf Anfrage.

Wie berichtet, hatten Eigentümer am Stadtquartier am Park monatelang auf die Fertigstellung ihrer Wohnungen und Abarbeitung von Mängeln gewartet. Die Park Concept verantwortet das 22-Millionen-Projekt, musste unter anderem nach Auseinandersetzungen zwischen den beiden Geschäftsführern Helmut von Bohlen und Peter Czub Ende 2016 wegen Zahlungsunfähigkeit dann aber Insolvenz beantragen.

Anzeige erstattet

Von Bohlen hat inzwischen Anzeige erstattet: Unregelmäßigkeiten bei Abrechnungen hätten zu überhöhten Baukosten geführt. Der Plan sei weiterhin, das Bauvorhaben so schnell wie möglich fertig zu stellen, erklärte Insolvenzverwalter Schulte-Kaubrügger.

Es habe weitere Gespräche mit den Geschäftsführern und der Sparkasse gegeben, um die Finanzierung der restlichen Arbeiten zu klären.

Gespräche mit Wohnungseigentümern

Am Montag (13.2.) gebe es Gespräche mit den Wohnungseigentümergemeinschaften. Schulte-Kaubrügger hofft, bis Ende kommender Woche alle Verhandlungen abgeschlossen zu haben. „Wenn es gut läuft, können die Arbeiten dann beginnen.“ 

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