Standesamt in Lünen: Paare verschieben Hochzeit auf späteren Zeitpunkt

Coronavirus

Im Frühjahr heiraten Brautpaare besonders gerne. In diesem Jahr müssen aber viele Hochzeiten verschoben werden. Wegen des Coronavirus arbeitet das Standesamt in Lünen im Schichtdienst.

Lünen

, 06.04.2020, 10:30 Uhr / Lesedauer: 2 min
Bis zum 19. April wird es keine standesamtlichen Trauungen in Lünen geben. Solche Hochzeits-Limousinen müssen warten, bis sie wieder zum Einsatz kommen.

Bis zum 19. April wird es keine standesamtlichen Trauungen in Lünen geben. Solche Hochzeits-Limousinen müssen warten, bis sie wieder zum Einsatz kommen. © Beuckelmann (A)

Bis mindestens zum 19. April, also dem Ende der Osterferien, werden sich in Lünen keine Paare standesamtlich das Ja-Wort geben. Bis dahin gilt bislang die Frist der Stadt Lünen, die sich nach den Regelungen des Landes zur Eindämmung der Corona-Pandemie richtet.

Nach dem 19. April werde sich die Stadt dann aktuell neu orientieren, so Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage.

Hochzeitstermine im Frühling sind eigentlich beliebt. Das zeigen auch die Zahlen des Lüner Standesamtes aus dem vergangenen Jahr. Im März 2019 gaben sich 31 Paare vor den Standesbeamten das Ja-Wort. 28 waren es im April 2019 und 34 im Wonnemonat Mai.

Möglicherweise weniger Hochzeiten als 2019

In diesem Jahr werden die Zahlen der Hochzeiten also möglicherweise sinken. So wie es schon 2019 im Vergleich zu 2018 der Fall war - auch ohne Corona-Krise. bis Bis zum 21. Dezember 2019 sind 403 Lüner Paare 2019 in die Ehe gestartet. „Zwischen den Jahren“ waren in Lünen im vergangenen Jahr keine Eheschließungen geplant. 2018 heirateten 466 Paare. Oder aber viele Paare heiraten in der zweiten Jahreshälfte und sorgen dann vielleicht für Tagesrekorde und Überstunden der Standesbeamten.

Schon vor den Maßnahmen der Landesregierung wegen des Coronavirus gab es in diesem Jahr Paare, die ihre Hochzeiten auf einen späteren Zeitpunkt im Jahr verschoben haben.

Die Mitarbeiter des Lüner Standesamtes sind aber nicht nur mit Trauungen beschäftigt. Sie beurkunden beispielsweise auch Geburten und Todesfälle. Um die Mitarbeiter so wenig wie möglich in den Zeiten des Coronavirus zu gefährden, hat die Stadtverwaltung in vielen Abteilungen einen Präsenz-Schichtddienst eingeführt - auch beim Standesamt. Das bedeutet, so Spangardt, dass die Kolleginnen und Kollegen im Wechsel entweder im Homeoffice oder im Rathaus sind.

Geburten und Sterbefälle

Das Rathaus ist für den Publikumsverkehr schon seit längerem wegen der Corona-Krise geschlossen. Die Geburtsanzeigen des Krankenhauses, in dem Babys geboren werden, können Eltern in den Briefkasten am Rathaus einwerfen. Das gilt auch für die Geburtsbescheinigung bei Hausgeburten. Die zusätzlich benötigten Dokumente können, so der Stadtsprecher,als Kopien mit eingereicht werden.

Sollten weitere Unterschriften benötigt werden, melden sich die Kollegen des Standesamtes. Das ist beispielsweise bei unverheirateten Elternpaaren der Fall, wenn die Vaterschaft anerkannt werden soll.

Die Eltern können dann mit den Mitarbeitern des Standesamtes einen Termin im Rathaus vereinbaren.

Sterbefälle können in der aktuellen Situation per E-Mail an das Standesamt übermittelt werden. Die benötigten Unterlagen können eingescannt und an die Mail angehängt werden, so der Stadtsprecher.

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