Startschuss zum 24. Lüner Kinofest gefallen

Ticker zum Eröffnungstag

Was tut sich am Eröffnungstag des 24. Lüner Kinofests? Wir berichten aktuell - von den ersten Programmpunkten tagsüber und am Abend dann von der offiziellen Eröffnung.

LÜNEN

von Von Beate Rottgardt

, 21.11.2013, 14:53 Uhr / Lesedauer: 3 min
Auch Regisseur Kai S.Pieck und der zwölfjährige Darsteller Rafael Kaul waren in Lünen.

Auch Regisseur Kai S.Pieck und der zwölfjährige Darsteller Rafael Kaul waren in Lünen.

Das Kinofest beschert ein besonderes Wiedersehen. Nach 15 Jahren treffen sich am Donnerstagabend Kinofestleiter Mike Wiedemann und Regisseur Kai S. Pieck in der Cineworld wieder. „Ich kenne Mike schon seit 20 Jahren, wusste aber gar nicht, dass er das Kinofest Lünen leitet“, erzählt Pieck. Als er die Einladung bekam, seinen Jugendfilm „Ricky  - normal war gestern“ in Lünen zu zeigen, staunte er, als er Wiedemanns Unterschrift entdeckte. „Bin gespannt, ob er mich noch erkennt“, so Pieck am Nachmittag, während sein Film lief. Der Regisseur war schon vor elf Jahren mit seinem viel beachteten Debütfilm „Ein Leben lang kurze Hosen tragen“ beim Kinofest zu Gast, das aber damals noch von Elfriede Schmtt und Ute Teigler geleitet wurde. Diesmal ist er mit seinem jungen Hauptdarasteller Rafael Kaul nach Lünen gekommen. Der Zwölfjährige bleibt aber nur bis heute Abend: „Morgen muss ich in der Schule einen Spanischtest schreiben.“ Rafael kam über die Werbung zu seiner Hauptrolle. „Als ich vor drei Jahren noch großer Pokemon-Fan war, hab ich im Internet ein Casting entdeckt und hab dann in Babelsberg den Job bekommen“, erzählt Rafael. Über ein Autowerbung und einen Kurzfilm kam der Schüler dann zum Casting für Piecks Film. Da setzte er sich gegen viele andere Bewerber durch. Derzeit gastieren Pieck und sein junger Hauptdarsteller mit ihrem Film bei vielen Festivals. Pieck präsentierte ihn schon in China, Rafael wird ihn Anfang 2014 in Seattle vorstellen. Ins Kino kommt „Ricky“ dann am 16. Januar. Gerne würde Pieck eine Fortsetzung drehen, doch da muss auch die Filmförderung mitspielen. „Und das ist bei Originalstoffen und Jugendfilmen nicht so einfach.“

Hoch über dem Kinofoyer tagt derzeit die Schülerjury 10+. Zusammen mit Mentorin Julia Schmidt, die sich nach einer Pause im vergangenen Jahr, jetzt wieder um die jüngeren Juroren kümmert.  2012 stand sie während des Kinofestes auf der Theaterbühne.  Ihr Kollege Fabian Busch ist Mentor der Schülerjury 16+, die am Freitag die Arbeit aufnimmt.  Fast 80 Kinobegeisterte aus dem Kreis Unna und sogar darüber hinaus hatten sich beworben, wollten in die Schülerjurys. So viele wie noch nie. „Es waren Schüler von 22 verschiedenen Schulen“, erzählt Maria Wirtz, Assistentin der Kinofestleitung, die sich um die Jurys kümmert. Die Schülerjury 10+ beurteilt die vier Jugendfilme, die auch um den Kinder- und Jugendfilmpreis „Rakete“ konkurrieren. Die Älteren sehen die zehn Filme, die im Wettbewerb um den Filmpreis der Stadt Lünen, die „Lüdia“ sind. Bei den Jüngeren hatten Mütter und Lehrerinnen aufs Kinofest aufmerksam gemacht. „Meine Mutter arbeitet in Lünen und hat mir vom Kinofest erzählt“, so Jona Krollmann (11) aus Kamen. Auch die Mutter von Lorenz Nigge (10) aus Lünen brachte ihren Sohn dazu, sich zu bewerben. Die Lehrerinnen von Jennifer Frickel aus Selm, Julius Gottschalk aus Bergkamen und Jule Lauber aus Herbern kennen das Kinofest und überzeugten die drei Schüler, dass es eine gute Idee ist, bei der Schülerjury dabei zu sein. Marcel Gruß aus Bergkamen kam über die Seite der Cineworld im Internet auf die Idee, sich zu bewerben. Bis Sonntag müssen sie nun entscheiden, wer ihren Preis bekommt. Der ist mit 2500 Euro dotiert, die der Landrat des Kreises Unna, Michael Makiolla, stiftet, genau wie beim Preis der Schülerjury 16+. In der Cineworld treffen allmählich die ersten Gäste ein, darunter Juroren für die vielen Preise. Auch das Team des Eröffnungsfilms „Der letzte Mentsch“ ist mittlerweile in Lünen, macht sich im Hotel am Stadtpark für die Eröffnungsgala frisch.

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