Stimmungsfieber bei der 12. Lüner Kneipennacht

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Vom frühen Abend bis in den jungen Tag hinein waren Lünens Straßen von Freitag auf Samstag voller Menschen und Musik: Die Gäste der Lüner Kneipennacht zogen als Straßengänger, zu vorgerückter Stunde auch zunehmend als Straßensänger, von Lokalität zu Lokalität und genossen die abwechslungsreiche Livemusik.

LÜNEN

, 22.10.2016, 16:35 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stimmungsfieber bei der 12. Lüner Kneipennacht

Fröhliche Gäste im "Cheers".

„Die Nacht ist nicht allein zum Schlafen da.“ Dieser Parole, vor 80 Jahren von Gustav Gründgens in einem Chanson verkündet, folgten auch in diesem Jahr etwa 2000 Teilnehmer bei der 12. Lüner Kneipennacht. Was sie an den 12 Veranstaltungsorten erleben konnten, war neben einem Großstadtfeeling erfrischende Livemusik unterschiedlicher Stilrichtungen, Kommunikation mit Freunden oder Fremden und ein sich rasend schnell verbreitendes äußerst ansteckendes „Stimmungsfieber“.

Kurz nach Veranstaltungsbeginn um 20.00 Uhr im Gasthaus „Zum Kamin“:  Foxman und Reinhold von den „Free Bears“ haben den Mut, ein eigenes Lied als Anheizer einzusetzen. Die Kalkulation geht auf. „Say what you mean“ zündet. In den folgenden Songs besingen sie ihre Lieblingsthemen Autos, Frauen und Rock’n‘ Roll gemäß ihrem Motto: „Hauptsache Spass anne Backe und ordentliche Musik abliefern.“

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Das war die 12. Lüner Kneipennacht

Vom frühen Abend bis in den jungen Tag hinein zogen waren Lünens Straßen von Freitag auf Samstag voller Menschen und Musik: Die Gäste der Lüner Kneipennacht zogen als Straßengänger, zu vorgerückter Stunde auch zunehmend als Straßensänger, von Lokalität zu Lokalität und genossen die abwechslungsreiche Livemusik.
22.10.2016
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Lukas Dylong von der Jam Connection.© Foto: Diethelm Textoris
Eine tolle Stimmung nur wenige Minuten nach Veranstaltungsbeginn gab es in der Gaststätte "Zum Kamin".© Foto: Diethelm Textoris
Fröhliche Gäste auch im im "Cafe Extrablatt".© Foto: Diethelm Textoris
Fiddle (li) und Paddy von Glengar machten ihrem Namen alle Ehren.© Foto: Diethelm Textoris
Gute Laune und eine Superstimmung hatten Inge (rechts) und ihre Frauengruppe.© Foto: Diethelm Textoris
Foxman (re.) von den Free Bears singt, ans Publikum gewandt: "Say, whatr you mean".© Foto: Diethelm Textoris
Foxman (li.) und Reinhold brachten viele eigene Songs, aber auch Standards von Johnny Cash und anderen.© Foto: Diethelm Textoris
Dichtgedrängt standen die Gäste im "Kamin": "Am schönsten ist's, wenn's voll ist".© Foto: Diethelm Textoris
Manchmal musste man sich draußen gedulden, bis es drinnen wieder leerer wurde.© Foto: Diethelm Textoris
Die drei Solisten von „Rocktools“ behaupteten: "It's so easy to fall in love."© Foto: Diethelm Textoris
Lüner Gastgeber mit ihren Freunden aus der Domstadt Fritzlar.© Foto: Diethelm Textoris
Die Formation "Opa kommt" mit Wirtin Alina im "Cheers".© Foto: Diethelm Textoris
Op(p)a Ray gibt den Ton an und bestimmt das Musikprogramm.© Foto: Diethelm Textoris
Fröhliche Gäste im "Cheers".© Foto: Diethelm Textoris
Ausreichend Platz war in der "Cine World".© Foto: Diethelm Textoris
Die Solisten der Gruppe "The Package" waren von der Galerie am besten zu sehen.© Foto: Diethelm Textoris
Freunde der Irischen Folklore im "Harlekin".© Foto: Diethelm Textoris
Freundinnen der Irischen Folklore im "Harlekin":Guiness gehört dazu.© Foto: Diethelm Textoris
"Cheers" auf die Irische Folklore. Guiness gehjört dazu.© Foto: Diethelm Textoris
Bei der Lüner Kneipennacht traf man Vertreter mehrer Generationen.© Foto: Diethelm Textoris
Eine jahreszeitlich späte Biergartensaison vor dem Brauhaus.© Foto: Diethelm Textoris
Mächtig Power machten Lukas Dylong (re.) und seine Jam Connection.© Foto: Diethelm Textoris
Partystimmung im Brauhaus "Drei Linden".© Foto: Diethelm Textoris
Biergartenatmosphäre vor dem Brauhaus "Drei Linden".© Foto: Diethelm Textoris
Biergartenatmosphäre vor dem Brauhaus "Drei Linden".© Foto: Diethelm Textoris
Glücklich, wer einen Platz ergattert hat, auch im Shaggy's.© Foto: Diethelm Textoris
Selfie im Shaggy's.© Foto: Diethelm Textoris
Hochstimmung im Jazz-Club bei der Musik von "Pimpy Panda".© Foto: Diethelm Textoris
Solisten der Formation "Pimpy Panda".© Foto: Diethelm Textoris
Hochstimmung im Jazz-Club bei der Musik von "Pimpy Panda".© Foto: Diethelm Textoris
Zufriedene Gäste im Jazz-Club.© Foto: Diethelm Textoris
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Spaß haben vor allem Inge und ihre fünfköpfige Frauengruppe. Vom ersten Augenblick an sind sie mitgegangen. „Am schönsten ist doch, wenn (man) voll ist“, philosophiert Inge. Das trifft mindestens räumlich zu. Eigentlich könnte das Lokal bereits nach 20 Minuten wegen Überfüllung schließen.

Enge auch im viel geräumigeren „Café Extrablatt“. Dort haben die drei Solisten von „Rocktools“ gerade einen alten Buddy Holly Song ausgegraben: „It’s so easy to fall in love.“ Ein Mutmacher für die anwesenden Singles? Kann schon sein, denn dann folgt „Dein ist mein ganzes Herz“ von Heinz Rudolph Kunze.

Alte Juwelen und stimmungsvolle Oppas

Genügend Platz für alle bietet das obere Foyer der „Cine World“. Leider hat man „The Package“  in eine Nische gepackt, so dass viele der Besucher zwar die angekündigten Juwelen der Musikgeschichte akustisch hören können, doch der Blickkontakt zu den Musikern fehlt ihnen.

Ähnlich ist es im Brauhaus „Drei Linden“, wo Lukas Dylong mit seiner Powerband Jam Connection in einen kleinen Raum zum Glück so viel Power macht, dass sie nicht nur in allen Räumen, sondern auch bis nach draußen zu hören sind. Dort feiern Menschentrauben, (die sich auch um 2.00 Uhr noch nicht aufgelöst haben), eine späte Biergartensaison.

21.30 Uhr im Cheers: „Immer wieder gut wenn Op(p)a kommt und Stimmung macht“, meint Monika aus Lünen, die mit Gästen aus Fritzlar an einem Tisch steht. „Opa kommt“, das sind Ray am Schlagzeug, Peter an der Gitarre und Det am Bass. Ray gibt den Ton an, ventiliert die Stimmung und entscheidet sich dann für ein Lied, mit dem er meistens auch seine Mitspieler überrascht. So folgt auf „Bad Moon Rising“ als Kontrast „Sweet Little Sixteen“.

Poetische Klänge und ein kochender Saal

Die längste Verweildauer zeigen die Gäste im „Harlekin“, wo „Fiddle“ und „Paddy“ von Glengar nicht nur ihr Stammpublikum mit den gängigen irischen Stimmungsmachern wie dem „Wild Rover“ sondern auch mit eigenen poetischen Songs erfreuen.

00.30 Uhr im Jazzclub: Der Saal kocht, die Stimmung ist auf dem Höhepunkt. Und das schafft die 8-köpfige junge Formation „Pimpy Panda“, die mit einer Frische eigene Songs präsentiert, die von den Ohren in Arme und Beine und dann direkt ins Herz gehen. Wohlgemerkt, mit Liedern, die die Masse des Publikums zum ersten Mal hört. Das ist interaktive Musik, das ist Leidenschaft in Tönen ausgedrückt.

„Es war ein stimmungsvoller und trotzdem friedlicher Abend. Ich habe sowohl von den Gastronomen als auch vom Publikum nur positive Rückmeldungen erhalten“, resümiert Veranstalter Thorsten Lachmann der Getränke Gefromm GmbH in einer ersten Stellungnahme.

So war die Kneipennacht in den vergangenen Jahren:

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