Neueröffnung im idyllischen Hinterhof: Darüber freuen sich Musiklehrerin und Klangtherapeutin Anke Filipiak (r,) und Astrid Linn, Leiterin des Referats für Stadtentwicklung. © Quiring-Lategahn
Innenstadt

Stöbern erwünscht: Neueröffnung im schönsten Hinterhof Lünens

Im wohl schönsten Hinterhof Lünens feiert ein Laden Neueröffnung. Er bringt unweit der Galerie „Künstlerbund(t)“ und des Kunstcafés an der Münsterstraße einen weiteren Farbtupfer in die City.

Der Schornstein der ehemaligen Textilreinigung Jürgens ist für Anke Filipiak (51) zum Leuchtturm geworden. Etwas abseits der Fußgängerzone, neben dem Eiscafé San Remo, ist ein idyllischer Hinterhof mit kleinen Läden. An der Münsterstraße 20c hat Anke Filipiak ihr Klangkunst-Atelier eingerichtet. Wer die Tür öffnet, steht in einer Wohlfühloase – und vor dem Schornstein. Er ist ein Relikt aus alten Zeiten, als hier die Textilreinigung Jürgens die Wäsche wieder sauber werden ließ. Der Schornstein gibt dem Raum einen Hauch von Industrie-Charme, für Anke Filipiak ist er jetzt ein Leuchtturm – umrahmt mit Sand und Meeresbildern.

Fundgrube für kleine Geschenke

Ein Küchenschrank, eine Tee- und Kaffeebar, dazu ein großer Tisch und jede Menge Tiegel und Tuben: In dem Atelier will die Musiklehrerin und Klangtherapeutin Workshops anbieten. Der Raum ist aber auch eine Fundgrube, in der nach hübschen Geschenken und Mitbringseln gestöbert werden kann. Bilder aus reinem Bienenwachs hängen dort. Sie sind in Encaustic, einer künstlerischen Maltechnik mit Wachs, entstanden. Auch an Kirchendecken ist diese Kunst zu finden. Anke Filipiak gestaltet damit Glückwunsch- und Weihnachstkarten, Lesezeichen und Bilder starker Ausdruckskraft. Alles sind individuelle Einzelstücke.

Geschenkartikel auf Naturbasis können im Klangkunst-Atelier erworben werden.
Geschenkartikel auf Naturbasis können im Klangkunst-Atelier erworben werden. © Quiring-Lategahn © Quiring-Lategahn

Wie die Technik geht, will sie unterschiedlichen Gruppen in den Workshops zeigen. „Menschen verbinden, gemeinsam Zeit haben, den Geist anregen“, für Anke Filipiak ist das ein Anliegen. „Viele Menschen sind alleine“, weiß sie. Untermalt wird der Workshop mit meditativen Klängen des Monochord, einem 20-saitigen Instrument. Die Obertöne sollen durch Schwingung Energie frei werden lassen.

Mit viel Liebe hat Anke Filipiak ihr Klangkunst-Atelier eingerichtet. Stöbern ist erlaubt.
Mit viel Liebe hat Anke Filipiak ihr Klangkunst-Atelier eingerichtet. Stöbern ist erlaubt. © Quiring-Lategahn © Quiring-Lategahn

Programm Erlebnisraum soll Leerstand beseitigen

Im November konnte Anke Filipiak in das Ladenlokal einziehen. Vorher stand es leer. Das vor zwei Jahren dort eröffnete türkische Spezialitätengeschäft „Turkuaz – Feine Kost“ hatte die Corona-Krise nicht überlebt.

Das Klangkunst-Atelier ist das zweite Projekt, das mit dem von Land und Stadt geförderten Sofortprogramm Erlebnisraum den Leerstand in Innenstädten bekämpfen will. „Kunst und Kultur sind Schlüsselelemente für die Innenstadtentwicklung“, sagt Astrid Linn, Leiterin des Referats für Stadtentwicklung. Die Galerie „Künstlerbund(t)“ in der ehemaligen Christlichen Bücherstube hat den Anfang gemacht, noch drei weitere Projekte in der City sollen folgen.

Bei dem Förderprogramm mietet die Stadt leere Ladenlokale an und vermietet sie für maximal zwei Jahre zu reduzierter Miete weiter.

Rund um die Persiluhr sei nun ein kleiner Kulturbereich entstanden. Der geplante Umbau der Persiluhrpassage zum Kulturzentrum mit Bücherei und Veranstaltungsräumen soll ein weiterer Magnet am oberen Ende der Fußgängerzone werden.

Weil Anke Filipiak als Musiklehrerin und Klangtherapeutin vielfältig engagiert ist, hat das Klangkunst-Atelier folgende Öffnungszeiten: Mo. 15 bis 18 Uhr, Di. 10 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr (Workshops), Mi. 15 bis 18 Uhr (Workshops), Fr. 11 bis 13 Uhr und 15 bis 18 Uhr. Am ersten Samstag im Monat von 10 bis 16 Uhr, ansonsten von 12.30 bis 16 Uhr.

Über die Autorin
Redaktion Lünen
Lünen ist eine Stadt mit unterschiedlichen Facetten. Nah dran zu sein an den lokalen Themen, ist eine spannende Aufgabe. Obwohl ich schon lange in Lünen arbeite, gibt es immer noch viel zu entdecken.
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Magdalene Quiring-Lategahn

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