Warum Straßenlaternen in Lünen manchmal auch am hellichten Tag leuchten

rnÜber 8100 Laternen

Die Sonne scheint und trotzdem sind die Straßenlaternen eingeschaltet. Das sorgte in dieser Woche für Verwunderung in der Lüner Innenstadt. Doch dafür gibt es wohl eine Erklärung.

Lünen

, 10.09.2020, 15:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

In Lünen sorgen derzeit 8162 Straßenlaternen dafür, dass die Menschen abends und nachts nicht im Dunkeln stehen. Wenn sie mal auffallen, fällt das schnell auf. Es gibt aber auch den umgekehrten Fall.

Manchmal brennen die Laternen nämlich auch, wenn es Tag ist. Auch wenn es nun wieder später morgens hell wird, kurz vor 9 Uhr ist es derzeit schon sonnig und hell genug, dass keine Straßenbeleuchtung mehr nötig wäre. Trotzdem waren die Straßenlaternen in dieser Woche um diese Zeit eingeschaltet.

Nicht einzeln geschaltet

„Für Wartungs- und Montagearbeiten ist es gegebenenfalls zeitweise erforderlich, die Straßenbeleuchtung bereichsweise tagsüber einzuschalten“, erklärt Stadtwerke-Sprecherin Jasmin Teuteberg auf Anfrage.

Da nicht jede Straße einzeln geschaltet werde, leuchten dann tagsüber während der Arbeiten und Prüfungen in einem Bereich alle Straßenlampen. Das sei also nicht ungewöhnlich, so die Sprecherin der Stadtwerke.

Die Straßenbeleuchtung in Lünen werde über einen Rundsteuersender gesteuert. Je nach Dämmerzustand, so Jasmin Teuteberg, erhalte dieser ein Signal des Dämmerungsschalters, über den die Straßenbeleuchtung an- und ausgeschaltet wird.

Uhrenschaltung dient der Sicherheit

Eine rein zeitliche Steuerung gebe es nicht. Dafür jedoch eine sogenannte Uhrenschaltung, die jedoch vorrangig der Sicherheit diene, sollte der Dämmerungsschalter mal ausfallen. Außerdem verhindert die Uhrenschaltung, dass die Straßenbeleuchtung tagsüber eingeschaltet wird, obwohl die Lichtverhältnisse das nicht erfordern. Anders sieht es eben aus, wenn Wartungs- oder Prüfarbeiten anfallen.

Die alten Leuchtmittel in den Straßenlaternen werden sukzessive mit LED-Leuchtmitteln ersetzt, die im Verbrauch deutlich sparsamer sind, so Stadtsprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage. Den Austausch der Leuchtmittel übernehmen die Stadtwerke im Auftrag der Stadt.

Kosten für Strom und Wartung

Bei der Stadt melden sich öfter Bürger, wenn sie beobachtet haben dass irgendwo eine Lampe in einer Laterne defekt ist. Spangardt: „Wir geben das dann an die Stadtwerke weiter.“

Die Stromkosten für jede der über 8100 Straßenlaternen lagen im vergangenen Jahr 2019 bei 25,94 Euro pro Laterne und Jahr. Insgesamt waren das für die 8162 Laternen 211.722,28 Euro. Die Kosten für Unterhalt und Wartung schlugen mit 37,49 Euro pro Laterne und Jahr zu Buche. Das waren insgesamt 305.993,38 Euro für alle Lüner Straßenlaternen zusammen.

Den Strom für die Straßenbeleuchtung bezieht die Stadt dabei von den Stadtwerken Lünen, bei der die Stadt alleinige Gesellschafterin ist.

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