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Strom-Pfusch führte zur Haus-Räumung in Brambauer - Rückkehr nicht in Sicht

rnStadt stellt Unterkunft

Seit bald drei Monaten ist ein Haus an der Diesterwegstraße unbewohnbar. Es wurde geräumt und gesperrt. Für die Bewohner ist noch keine Rückkehr absehbar - die Stadt hat sie untergebracht.

Lünen

, 15.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Von den 30 betroffenen Bewohnern des Hauses an der Diesterwegstraße leben immer noch 18 in einer städtischen Unterkunft in Lünen-Süd. Ihr eigentliches Zuhause hatte geräumt werden müssen. Bei einer unangekündigten Begehung dort hatte die Stadt „gravierende Brandschutzmängel“ festgestellt.

In der Diesterwegstraße wohnen zu bleiben, war für die zumeist rumänischen Bewohner des Hauses nicht mehr sicher. Einer der Betroffenen sagt im Gespräch, es habe wohl Probleme mit der Elektrizität und dem Gas gegeben. „Überall war Feuerwehr und Polizei“, erinnert er sich - und auf einmal mussten alle das Nötigste zusammenpacken und das Haus verlassen. Laut Stadt-Pressesprecher Benedikt Spangardt haben „unfachmännisch verlegte Stromleitungen und behelfsmäßige Anschlüsse mit zu der Gefahrenbeurteilung geführt“.

Strom-Pfusch führte zur Haus-Räumung in Brambauer - Rückkehr nicht in Sicht

Wegen gravierender Brandschutzmängel mussten die Menschen das Haus an der Diesterwegstraße verlassen. © Storks

Die meisten, sagt der Betroffene, wollen wieder zurück in das Haus an der Diesterwegstraße. Absehbar ist diese Rückkehr noch nicht konkret. „Der Vermieter ist dabei, die Mängel zu beseitigen“, sagt Benedikt Spangardt. „Wenn alles fertig ist, kann die Stadt das Haus wieder freigeben.“ Einen „konkreten Zeithorizont“ gebe es dafür aber noch nicht.

Also bringt die Stadt die Menschen weiter unter, „zur Vermeidung von Obdachlosigkeit“, wie Spangardt sagt. Für die städtische Unterkunft zahlen die Nutzer allerdings auch. Die Miete in Brambauer fällt ja momentan nicht an, stattdessen ergeben sich Gebühren aus der „Benutzungs- und Gebührensatzung für Geflüchtete und Wohnungslose“. Die Gebühren betragen 18,13 Euro pro Monat und Quadratmeter Nutzfläche, dazu kommt noch ein Anteil an der Gemeinschaftsfläche.

Kosten werden dem Eigentümer in Rechnung gestellt

Alle weiteren Kosten, etwa für die Räumung und den begleitenden Feuerwehreinsatz, werde die Stadt dem Eigentümer des geräumten Hauses in Rechnung stellen. Wie viel das ist? „Das können wir derzeit noch nicht sagen“, sagt Spangardt.

Die Räumung des Hauses am 28. Februar hatte sich in die Länge gezogen, weil die Stadt ein Ausweichquartier und Verpflegung für die Bewohner organisieren musste. Außerdem musste ein Dolmetscher organisiert werden. Die meisten Bewohner gehören zur Volksgruppe der Roma und sprechen kaum Deutsch.

Für die Räumung waren rund 40 Einsatzkräfte vor Ort, die Evakuierung lief dann problemlos. Das Haus wurde in der Folge überwacht, damit es nach der Räumung nicht doch noch betreten wird. Die Stadt war dort tätig gewesen, nachdem es Hinweise auf Unsicherheits-Faktoren gegeben hatte. Sie hatte auch andere Häuser überprüft.

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