Stromausfall in Brambauer zur Tatort-Zeit

Am Sonntagabend

Ausgerechnet als der Dortmunder Tatort lief, ist am Sonntagabend in Lünen-Brambauer der Strom ausgefallen. Der Ärger war groß im Ortsteil. Netzbetreiber und Polizei reagierten. Die Stadtwerke sagten am Montag, wie viele Menschen betroffen waren.

BRAMBAUER

, 19.10.2015, 08:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stromausfall in Brambauer zur Tatort-Zeit

In dieser Anlage der Stadtwerke Lünen in der Zechenstraße in Brambauer suchten die Techniker gestern nach der Ursache für den Stromausfall.

Laut Westnetz fiel der Strom in Brambauer mehr als zwei Stunden lang aus. Was genau passierte, dazu können allerdings nur die Stadtwerke Lünen etwas sagen.

Dort hieß es am Montagvormittag, "rund 19.000 Einwohner" seien ab 20.05 Uhr ohne Strom gewesen. Betroffen gewesen sei der komplette Stadtteil Brambauer sowie die Wethmarheide. Zwischen 22.30 und 22.53 Uhr sei der Strom überall wieder geflossen.

Auslöser sei ein Kurzschluss in einem 10-Kilovolt-Kabel gewesen. Das wiederum habe einen weiteren Kabelfehler im Netz ausgelöst und eine Reaktionskette in Gang gesetzt. So mussten nicht nur Stadtwerke-Mitarbeiter, sondern auch Mitarbeiter von Westnetz raus.

Die Ursache für den Stromausfall? Noch unklar. Die Stadtwerke forschen noch, wie sie am Montag mitteilten. Es seien "Messwagen auf den betreffenden Kabelstrecken im Einsatz, um die Ursache zu lokalisieren".

Straßenverkehr war der Auslöser für den Kurzschluss

Am Dienstag hatten die Stadtwerke Lünen einen Grund für den Stromausfall ausfindig gemacht. Der Kabelschaden in einer Muffe sei der Auslöser gewesen. Und das wiederum habe wohl daran gelegen, dass die Kabel in der Nähe von stark befahrenen Straßen lagen: an der Karl-Haarmann- und der Elsa-Brändström-Straße. 

Hinzu sei das Alter der Kabel gekommen: 35 bis 40 Jahre.

Polizei verstärkte die Präsenz im Stadtteil

Die Polizei gab indes schon Auskunft zum Sonntagabend. Alle Fahrzeuge seien draußen gewesen. Einerseits um Präzenz zu zeigen. Andererseits um sofort vor Ort zu sein, falls es zu Problemen komme. "Ein Stromausfall ist immer eine Notlage", erklärte ein Sprecher. Dann blieben andere Aufgaben - etwa der Papierkram in der Wache - liegen. "Dann müssen wir im Zweifelsfall halt Überstunden machen - das ist dann halt so."

Betroffen von dem Stromausfall waren unter anderem auch die Tankstellen im Stadtteil, die für die Dauer des Stromausfalls kein Benzin und Diesel mehr verkaufen konnten.

Die Aral-Tankstelle an der Brechtener Straße spürte die Folgen des Ausfalls noch am Montag: „Ein Rechner ist komplett platt“, erzählte eine Mitarbeiterin. Zwar würde der Verkauf schon wieder ganz normal laufen – wichtige Sachen wie neue Bestellungen könnten jedoch erst wieder erledigt werden, wenn der neue Rechner angekommen sei.

Falls Sie den Tatort noch nicht gesehen haben - hier ist er in der ARD-Mediathek abrufbar. Allerdings nur bis 18. November und nur von 20 bis 6 Uhr.

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