Schließung: Warum bei „Zauberfotografie“ an der Kirchstraße bald kein Konfetti mehr fliegt

rnNeue Pläne

Den Moment einfangen und auf Fotos festhalten: Da fliegt auch mal Konfetti. In ihrem Studio Zauberfotografie zeigt Sarah Dörr Menschen von ihrer schönsten Seite. Aber bald nicht mehr.

Lünen

, 13.10.2019, 14:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Fotografin Sarah Dörr (früher Konyali) mag Erinnerungen. Etwas, das bleibt. Bleibend sind ihre Fotos. Seit zehn Jahren drückt die 39-Jährige in ihrem Fotostudio Zauberfotografie auf den Auslöser. Durch die Kamera sieht sie Menschen auf besondere Weise. Ihnen in entspannter Atmosphäre ein Lächeln zu entlocken, das macht für sie das Schöne ihres Berufes aus.

Schließung: Warum bei „Zauberfotografie“ an der Kirchstraße bald kein Konfetti mehr fliegt

Sarah Dörr schließt nach Weihnachten ihr Fotostudio Zauberfotografie. Die Fotografin ist nach Terminabsprache aber weiterhin tätig. © Sarah Dörr

Anfangs lag ihr Schwerpunkt auf Erotikfotografie. Inzwischen fotografiert sie überwiegend Familien. Junggesellenabschiede, Hochzeiten und auch Babybäuche. „Die sind der Renner“, weiß Sarah Dörr. Weil sie Kinder mag, ist es auch oft quirlig in ihrem Studio an der Kirchstraße 10.

Ein Kind ist der Grund, warum Sarah Dörr neue Pläne hat und das Studio nach Weihnachten schließen wird. Vor 14 Monaten wurde sie Mama einer kleinen Tochter. Sieben bis acht Stunden täglich hinter der Kamera zu stehen, das sei für sie nicht mehr machbar. Nach Weihnachten tauscht sie mit ihrem Mann und übernimmt die Betreuung der Kleinen.

FOTOSTRECKE
Bildergalerie

Bilder aus dem Fotostudio Zauberfotografie

Fotografin Sarah Dörr ist seit zehn Jahren selbstständig mit ihrem Fotostudio Zauberfotografie. Nach Weihnachten will sie schließen und dann nur noch nach Terminabsprache tätig sein.
11.10.2019
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Baby, fotografiert von Sarah Dörr. © Sarah Dörr
Sarah Dörr mit Kamera.© Sarah Dörr
Fotografin Sarah Dörr.© Sarah Dörr
Blick ins Studio von Zauberfotografie.© ZauberFotografie
Blick ins Studio von Zauberfotografie.© ZauberFotografie
Ein Hochzeitspaar, fotografiert von Sarah Dörr. © Sarah Dörr
Ein Hochzeitspaar, fotografiert von Sarah Dörr.© Sarah Dörr

„Mir liegt die Fotografie sehr am Herzen. Ich habe mir alles aufgebaut“, erläutert Dörr. Deshalb wird sie weiterhin fotografieren, nach Terminabsprache. Shootings im Freien und im Studio sind möglich: „Ich kann Räume anmieten oder komme auch nach Hause.“

Familienfest im Studio

Schon heute hat Zauberfotografie veränderte Öffnungszeiten. Mittwochs bis samstags von 10 bis 13 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr ist die Fotografin bis Weihnachten vor Ort. Vorher gibt es ein Familienfest: Zum Zehnjährigen ihrer Selbstständigkeit lädt Sarah Dörr am Samstag, 2. November, ins Studio ein. Es gibt Waffeln, Heißgetränke und einen Trödelmarkt. Sie bietet Requisiten, Mobiliar und Fotozubehör an. Bei einer Verlosung können Besucher einen Fotoshooting-Gutschein gewinnen, es gibt ein Quiz und Spiele für Kinder sowie eine Fotoaktion.

Viele Stammkunden hat Sarah Dörr begleitet. „Sie sind mir sehr ans Herz gewachsen.“ Das Handwerk des Fotografen ist im Zeitalter von Handys kein einfacher Beruf mehr. „Kommunion oder Einschulung, da wird heute oft kein Fotograf mehr bestellt“, weiß Sarah Dörr. Man müsse sich schon spezialisieren.

Mit 16 die erste eigene Kamera

Von ihrem Vater hat sie mit 16 die erste Kamera bekommen, eine Praktika. Landschaften, Sonnenuntergänge, schon damals hielt sie alles fest. Als Sarah Dörr für ein Design-Studium ein Praktikum in einem Fotostudio brauchte, ist sie geblieben und hat das Handwerk gelernt. In den zehn Jahren ihrer Selbstständigkeit bildete sie drei Fotografen und einen Mediengestalter aus.

Demnächst will sie Fotografie und Kinderbetreuung kombinieren. Die Kamera legt sie nicht weg: „Das ist genau mein Ding, mein Traumberuf.“

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