Supermarkträuber von Lünen wohl gefasst

DNA-Spuren an Tatorten

Ein halbes Jahr nach einem tödlichen Überfall auf einen Supermarkt in Hannover hat die Polizei den mutmaßlichen Täter anscheinend gefasst. Möglicherweise hat der Mann mehr als 40 weitere Überfälle in sechs Bundesländern begangen, darunter auch Überfälle in Lünen, Hamm und Bottrop.

Dresden/Hannover/Lünen

26.06.2015, 09:43 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ein Spezialeinsatzkommando habe am Donnerstag in der Nähe von Dresden einen Mann festgenommen, teilte die Staatsanwaltschaft mit und kündigte eine Pressekonferenz für den Mittag an. Die «Bild»-Zeitung berichtete, dass es sich bei dem Festgenommenen um den Mann handele, der möglicherweise mehr als 40 Überfälle in mehreren Bundesländern begangen habe. 

Bei dem Überfall in Hannover im Dezember hatte der Täter einen 21-Jährigen erschossen, nachdem dieser versucht hatte, die Tat zu verhindern. Wenige Wochen später hatte die Polizei einen Verdächtigen gefasst, ihn aber wieder freigelassen.

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Polizei und Staatsanwaltschaft halten es für möglich, dass der gesuchte Schwerverbrecher kurz vor Weihnachten einen Penny-Markt in Lünen überfallen hat. "Sowohl der Tatablauf als auch die Bewegungen des Gesuchten stimmen mit dem Fall in Hannover-Stöcken überein", sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge von der Staatsanwaltschaft Hannover im Januar auf Anfrage unserer Redaktion. 

 

Die beim Raubmord in einem hannoverschen Supermarkt eingesetzte Pistole wurde einem Waffengutachten des Bundeskriminalamtes zufolge bei vier weiteren Überfällen benutzt. Tatorte waren Hamm-Uentrop und Bottrop in Nordrhein-Westfalen, Burg in Sachsen-Anhalt, sowie ein weiteres Mal Hannover. Die Polizei hatte eine Ermittlungsgruppe "Discounter" gegründet. 

Zu der Festnahme des Mannes in Dresden will sich die Staatsanwaltschaft Hannover heute äußern.

Mit Material von dpa

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