Tafel mit Stadtplan von Lünen in Werne aufgestellt

Falscher Ort

Willkommen in Werne! Oder in Lünen? Für Verwirrung hat ein Schild vor dem Werner Bahnhof gesorgt, auf dem eindeutig eine Karte der Stadt Lünen samt entsprechendem Titel "Lünen Zentrum" zu sehen war. Die sollte eigentlich Fahrradfahrern in Lünen die Orientierung erleichtern, nur leider im falschen Ort.

LÜNEN/WERNE

, 02.09.2017, 07:23 Uhr / Lesedauer: 2 min
Tafel mit Stadtplan von Lünen in Werne aufgestellt

Die Karte zeigt Lünen – zu sehen ist im Hintergrund allerdings der Bahnhof in Werne.

Kurios: Parallel dazu berichtete die Stadt Lünen am Freitag von einem neuen „Knotenpunktsystem“ nach niederländischem Vorbild, das Orientierung und Routenplanung erleichtern soll. Die Karte zeigt nämlich Radwege, die im Zusammenhang mit dem Projekt „radrevier.ruhr“ stehen. Die ersten Rückfragen zeigten: Die Schild-Aufsteller hatten sich offenbar in der Stadt geirrt.

Zuständig ist der Regionalverband Ruhr. Wie es zu der Panne kommen konnte, sorgte auch dort für Stirnrunzeln. „Wir stellen die Schilder nicht selbst auf, damit beauftragen wir eine externe Firma“, erklärte ein Mitarbeiter auf Anfrage. Er konnte sich das auch nicht recht erklären konnte. Nachdem der Vorfall bekannt wurde, habe man jedoch direkt darauf reagiert, sodass seit Freitag nun das richtige Schild am Bahnhof steht.

Relevant ab Frühjahr

Grund zur Sorge gäbe es für Radfahrer ohnehin keine, erklärt Sarah Thönneßen von Ruhr Tourismus: „Erst im Frühjahr, zu Beginn der Radsaison, werden die Wegweiser interessant.“ Die „Route der Industriekultur“ erstreckt sich über 400 Kilometer, daher beginnen jetzt schon die Arbeiten, die entsprechende Infrastruktur zur Orientierung aufzubauen.

Wie die Stadt Lünen weiter mitteilt, soll das Knotenpunktsystem insbesondere auswärtigen Radfahrern die Orientierung erleichtern. Insgesamt sollen im Ruhrgebiet so mehr als 250 Knotenpunkte an Kreuzungen errichtet werden und die bestehenden rot-weißen Wegweiser ergänzen.

Das Besondere: Die Wegweiser sind durchnummeriert, haben ein integriertes Notrufsystem und sind mit touristischen Informationen zum Standort ausgestattet. Nachdem die ersten Schilder in anderen Städten bereits aufgestellt wurden, dürfen sich nach der Panne in Werne jetzt auch die Lüner Radfahrer über einen ersten „Knotenpunkt“ freuen.

In Lünen sollen noch acht weitere Knotenpunkte entstehen

Dieser wird nördlich der Lippebrücke aufgestellt und durch eine Infotafel ergänzt, die Auskunft über das gesamte Netzsystem und die Bedeutung der Nummern gibt. Am Freitag war davon noch nichts zu sehen – wahrscheinlich wegen des Umwegs über Werne.

Bis zum Endausbau sollen in Lünen noch acht weitere Knotenpunkte entstehen und den Radlern den Weg durch die Stadt weisen. Zudem wurden auch die bisherigen Radwegweiser an der Münsterstraße, die während der Baustellenphase abgebaut worden waren, wieder an den entsprechenden Stellen montiert. So sollte sich in Lünen künftig eigentlich kein Radfahrer mehr verirren.  

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