„Tango ist wie das kleine Schwarze“ - zeitlos, elegant und anziehend

rnShow im Theater

Mit ihrem argentinischen Tango möchten Nicole Nau und Luis Pereyra dieses Jahr wieder das Publikum bezaubern. Die Show hat mit kommerziellem Tanz wenig zu tun, den Tänzern geht es um mehr.

von Antonia Gutzmann

Lünen

, 05.10.2019, 12:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

36 Städte in sechs Wochen. Die Künstler der Show „Vida“ haben in Deutschland ein strenges Programm vor sich. Am 21. Oktober präsentieren sie ihre Show im Heinz-Hilpert-Theater. Hauptbestandteil der Show ist der argentinische Tango, der eine lange Tradition pflegt.

Nicole Nau, Direktorin, Kostümdesignerin und Tänzerin in der Show erklärt: „Der Tango ist wie das kleine Schwarze. Einfach zeitlos durch seine Tradition, die wir in unserer Show nach vorne tragen wollen.“ Der Tango hätte gleichzeitig aber auch etwas Modernes. „Unsere Inszenierungen sind immer zeitgemäß und dadurch modern, auch weil der argentinische Tango ein so lebendiger Tanz ist“, erklärt die Tänzerin, die von dem ehemaligen Staatspräsidenten Argentiniens als „beste Tangotänzerin“ geehrt wurde.

Verlosung Wir verlosen drei Mal zwei Karten für die Vorstellung im Hilpert-Theater und eine DVD von Nicole Nau. Wer an der Verlosung teilnehmen möchte, kann sich per Mail an: lokalredaktion.luenen@lensingmedia.de mit dem Stichwort „Tango“ melden oder eine Karte an die Ruhr Nachrichten, 44532 Lünen, Münsterstraße 7, schreiben. Bitte angeben, ob Karten oder DVD gewünscht werden.

Tango tanzen kann jeder, egal wie alt

Die Zielgruppen des Tangos seien breit gefächert. „Gestern erst waren wir in einem Kindergarten, wo wir mit den Vierjährigen getanzt haben. In Argentinien tanzt sowieso jeder, vom Kindesalter an bis man nicht mehr laufen kann“, so Nau. Der Tanz sowie die Musik würden vor allem Zuschauer anziehen, die gerne bewegt würden. Der Grund dafür sei vor allem die mitreißende Wirkung des Tanzes und die Intensität. „Deswegen ist der Tango auch zum Zuschauen für eigentlich alle Altersgruppen attraktiv“, findet Nau. Der Durchschnittsgast der Shows sei zwischen 35 und 70 Jahre alt.

In den letzten Jahrzehnten hat sich viel verändert

1986 besuchte Nicole Nau die erste Veranstaltung dieser Art. „Da war ich noch keine professionelle Tänzerin und bin extra bis nach München gereist. Da habe ich meinen Mann das erste Mal tanzen sehen.“

„Tango ist wie das kleine Schwarze“ - zeitlos, elegant und anziehend

Seit 19 Jahren sind Nicole Nau und Luis Pereyra ein Paar. © Martino Brando

Das Verständnis für den Tango sei zu diesem Zeitpunkt noch ein anderes gewesen. „Damals hieß es: Die Götter des Tangos kommen“, erinnert sich die Tänzerin. Durch seine Bekanntheit sei der Tango schließlich kommerziell geworden. In jeder Stadt hätten Tanzschulen eröffnet. „Damit hat der traditionelle Tango, den wir vertreten, aber wenig gemein. Wir möchten die damit verbundene Kultur und Energie erhalten und arbeiten quasi gegen den Strom“, so Nau. Denn der Tango sei wie seine Musik nachhaltig durch Afroamerikaner beeinflusst worden, als sie aus der Sklaverei entlassen wurden. „Das wissen leider nur die wenigsten, weil der Tango meist nur mit der argentinischen Kultur in Verbindung gebracht wird.“

Auch beim Tourneeplan der Show habe es Veränderungen gegeben. „Früher waren wir nur in Wien oder München, heute reisen wir in viele Städte, um die Menschen zu erreichen“, sagt die Direktorin.

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