Das Heinz-Hilpert-Theater kam zur Spielzeiteröffnung in die Lüner Fußgängerzone. Ensemblemitglieder des Westfälischen Landestheaters Castrop-Rauxel zeigten Szenen aus dem Stück "Der Trafikant" von Felix Sommer. © Foto Textoris
Heinz-Hilpert-Theater

Theater in der Lüner City: Schauspiel und Comedy zur neuen Spielzeit

Mit Stand-Up-Comedy und historischen Kostümen hat das Heinz-Hilpert-Theater sich in der Lüner City präsentiert. Die neue Spielzeit soll nicht nur traditionelle Theaterbesucher begeistern.

Seit dem Abriss der Fußgängerbrücke über die Kurt-Schumacher-Straße ist das Heinz-Hilpert-Theater mindestens von der fußläufigen Erreichbarkeit ein Stück von der Lüner Innenstadt entrückt.

Um das Theater seinem potenziellen Publikum mindestens mental näher zu bringen, fand die Veranstaltung zur Spielzeiteröffnung am Samstag (2.10.) mitten in der Fußgängerzone auf dem alten Markt statt.

Im Schatten der altehrwürdigen St. Georgs Kirche gab es Aus- und Einblicke in die Vielfältigkeit des kommenden Programms bei szenischen Darbietungen, Stand-up-Comedy und anregenden Gesprächen.

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Heinz-Hilpert-Theater präsentiert sich für neue Spielzeit in Lüner City

Historische Outfits für Aufmerksamkeit

Kulturbüroleiterin Barbara Kastner hatte die Idee dieser Form der Präsentation aufgegriffen und weiterentwickelt. „Wir haben überlegt, dass wir nicht nur die traditionellen Theaterbesucher ansprechen wollen, sondern auch Leute, die bisher noch keinen Kontakt zum Theater hatten“, erklärte sie.

Da hieß es zunächst einmal Aufmerksamkeit der Passanten zu erregen. Diese Aufgabe hatten die Akteure des Westfälischen Landestheaters übernommen, die im historischen Outfit Auszüge aus ihrem Stück „Der Trafikant“ boten.

Die spannungsreichen Szenen aus dem Wien der Vorkriegszeit verdeutlichten den für die Protagonisten spürbaren Wandel der Alpenrepublik in einen Vasallenstaat der Nationalsozialisten. Die zweimal 15-minütigen Darbietungen waren bestens dazu geeignet den Wunsch zu wecken, sich das ganze Stück anzusehen.

Comedy zwischen Plettenberg und Lünen

Ein typisches Beispiel für auf das Publikum reagierende Comedy gab die junge Jacqueline Feldmann, die als Vertreterin der Lüner Lachnacht die humorvolle Seite des Hilpert-Theaters beleuchtete. In direkter Publikumsansprache baute sie geschickt Brücken zwischen ihrer Heimatstadt Plettenberg im märkischen Sauerland und der Lippestadt Lünen. Ganz nebenbei nahm sie die Zuhörerinnen und Zuhörer noch auf eine Kreuzfahrt ins Nordmeer mit.

Theatervereinsvorsitzender Jürgen Larys,
Theatervereinsvorsitzender Jürgen Larys, „Glücksfee“ Gaby Feik (m) und Karin Führer, die einen Hauptgewinn knapp verpasst hat. © Textoris © Textoris

Als Anziehungspunkt für die Passanten erwies sich auch der Stand des Theater-Fördervereins. Hier gab es nicht nur Flyer, Programme und Informationen über das Theater und den Verein. Am Glücksrad hatten die Besucher die Chance Preise wie das Theater-Jubiläumsbuch, Gutscheine für Eintrittskarten und Bücher aus der Lippe-Buchhandlung zu gewinnen.

Bei Erwachsenen und Kindern konnten Informationslücken über das Theater aufgefüllt werden. „Erstaunlich viele Eltern und Großeltern nahmen Informationen über das vielfältige auf Kinder und Jugendliche ausgerichtete Angebot und auf das theaterpädagogische Programm rund um das Hilpert-Theater mit“, freute sich Gaby Feik. Die stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins Theater Lünen kümmert sich auch um den Nachwuchs in Form des Jugendtheaterclubs.

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