Tödlicher Unfall: Ermittlungen gegen den Vater wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung

rnMoltkestraße

Nach dem schweren Unfall, bei dem Mutter und Sohn starben und Vater und Tochter lebensgefährlich verletzt wurden, steht der Vorwurf der fahrlässigen Tötung im Raum. Die Ermittlungen laufen.

Lünen

, 05.11.2019, 10:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Sachverständige untersuchen zurzeit den schweren Unfall, der sich am Samstag (23.11.) gegen 23 Uhr auf der Moltkestraße ereignet hat. Mutter (20) und Sohn (4) sind bei einem gefährlichen Überholmanöver ums Leben gekommen. Vater (20) und Tochter (2) haben mit lebensgefährlichen Verletzungen überlebt.

Wie die zuständige Staatsanwältin, Sandra Lücke, auf Anfrage mitteilte, seien beide inzwischen außer Lebengefahr. Der Vater war Fahrer des Wagens und gilt als Beschuldigter. Ermittelt wird gegen ihn wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung.

Seinerzeit hatte die Polizei berichtet, dass die rumänische Familie von einer Feier gekommen sei. Sie befuhr die Moltkestraße in Richtung Brambauer. Zeugen hatten später angegeben, dass der Audi mit überhöhter Geschwindigkeit ein weiteres Auto überholt habe. Das Auto der Familie kam in Höhe des Steag-Geländes nach links von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum.

Die Polizei hatte erklärt, dass zum damaligen Stand der Ermittlungen nicht ausgeschlossen werden konnte, dass niemand im Fahrzeug angeschnallt war. Zudem wurde vermutet, dass der Fahrer unter Alkoholeinfluss stand.

Wenn hinreichender Tatverdacht bestehe, könne es zu einer Anklage kommen, so Staatsanwältin Sandra Lücke. Momentan werde ein Gutachten erarbeitet.

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