Tote Tannen in Horstmar: Eigentümer muss handeln

rnFolgen der Dürre

Wenn Bäume verdursten, ist das nicht nur traurig, sondern mitunter auch gefährlich - dann, wenn die abgestorbenen Äste zur Gefahr werden für Passanten. Die Stadt Lünen reagiert.

Horstmar

, 21.08.2020, 07:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die Tannen haben keine grüne Nadel mehr. Sie sind abgestorben: Meter hohe Problemfälle direkt neben der Lanstroper Straße in Horstmar. Kein Einzelfall. In vielen Gärten sind bei der anhaltenden Trockenheit Pflanzen eingegangen. Wenn sie direkt neben der Straße stehen, müssen die Gartenbesitzer handeln. Denn sie haben eine sogenannte Verkehrssicherungspflicht.

Benedikt Spangardt, Sprecher der Stadt Lünen, erklärt das so: Jeder Baumbesitzer habe dafür Sorge zu tragen, dass niemand durch seinen Baum zu Schaden komme. Bei Bäumen nahe der Grundstücksgrenze ist die Verantwortung besonders groß. Das Ordnungsamt und die Abteilung Stadtgrün erinnern Gartenbesitzer regelmäßig daran, auch im Fall der Tannen. Der Eigentümer sei aufgefordert, die Bäume zu entfernen. Er habe ohnehin schon Schritte unternommen.

Gefahr im Verzug?

Das Bundesnaturschutzgesetz verbietet zwar grundsätzlich, Bäume außerhalb der Zeit vom 1. März bis zum 30. September abzuschneiden. Das gilt aber nicht, wenn Gefahr im Verzug ist.

Nicht nur auf Privatgrundstücken leiden Bäume. Dürre, Stürme, Schädlinge: Dem deutschen Wald geht es schlechter als vermutet, wie das Landwirtschaftsministerium mitteilt. Bundesweit müsse eine Fläche größer als das Saarland aufgeforstet werden. Fichten gelten als besonders gefährdet. In Lünen gibt es inzwischen keine Fichten mehr im städtischen Bestand.

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