Trauerhalle in Brambauer in „trostlosem“ Zustand - Stadt will reagieren

rnDenkmalgeschütztes Gebäude

In fünf Jahren wird die Trauerhalle auf dem Kommunalfriedhof Brambauer 100 Jahre alt. Ein schönes Gebäude, das Alter merkt man der Halle aber an. Das soll sich bald ändern.

Brambauer

, 22.02.2019, 11:57 Uhr / Lesedauer: 1 min

Die CDU-Fraktion hatte das Thema im Sicherheitsausschuss mit einem Antrag auf die Tagesordnung gebracht. Bei einer Besichtigung sei aufgefallen, dass die Halle sich „in einem sehr schlechten Zustand befindet“, aber „ein Aushängeschild aus der Gründerzeit für den Stadtteil Brambauer“ sei. Die Christdemokraten hätten gerne eine grobe Kostenschätzung für die Herrichtung dieses Gebäudes.

Dass das nötig ist, sieht auch Sebastien Bentzien so, seit Anfang des Jahres Chef des Bestattungsunternehmens Brocksiepe, das seitdem Bentzien-Brocksiepe heißt. Es sei schon „trostlos“ in der Halle, sagt Bentzien, es müsste mal gestrichen werden, auch eine bessere Beleuchtung wäre gut. Auch die Kühlräume seien in einem sehr schlechten Zustand. Allerdings habe jeder Bestatter mittlerweile dafür seine eigenen Räumlichkeiten. Und auch um eine angemessene Beleuchtung kümmere sich das Unternehmen zur Not.

Kosten sind noch unklar, aber viele Maßnahmen nötig

Dennoch: eine Instandsetzung ist offenbar nötig. Wieviel das Kosten würde, ermittelt die Stadt momentan. Das Gebäude, erklärt Stadt-Sprecher Benedikt Spangardt auf Anfrage, sei in den Jahren 1924 bis 1925 gebaut worden und stünde seit 1986 unter Denkmalschutz. Bei einer umfassenden Sanierung müsste das Hauptdach neu gedeckt, die Fassade gereinigt, der Innenanstrich erneuert werden. Auch die Kühlung müsste zumindest überarbeitet werden. Und weiter: „Der Teil der ursprünglichen Aufbahrungsräume im nördlichen Teil der Trauerhalle soll saniert und zu Räumlichkeiten für ein Kolumbarium umgebaut werden.“

Bevor saniert wird, hatte Marc Stoverock, Chef der Zentralen Gebäudebewirtschaftung Lünen, schon im Ausschuss gesagt, müsste die Politik über eine solche Maßnahme abstimmen. Dass eine Sanierung möglicherweise Sinn ergibt, zeigt der Blick auf die Nutzungszahlen (laut Stadt):

  • 2018: 102 Mal (bei 168 Bestattungen)
  • 2017: 83 Mal (bei 152 Bestattungen)
  • 2016: 100 Mal (bei 175 Bestattungen)
  • 2015: 110 Mal (bei 198 Bestattungen)
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