Trommelwirbel bebte durch die Scholl-Gesamtschule

Schlagzeuger der Neuen Philharmonie

„Pauker“ sind für Schüler nichts Neues. Wohl aber solche, die professionell auf kleinen und großen Trommeln die Schlägel wirbeln lassen. Vier Schlagzeuger der Neuen Philharmonie Westfalen brachten am Montag Rhythmus in die Aula der Lüner Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Wir zeigen im Video, wie schön es sich anhörte.

LÜNEN

von Magdalene Quiring-Lategahn, Anika Pelz

, 14.09.2015 / Lesedauer: 2 min

Sie ließen Wellen rauschen, Papiertüten rascheln und Röhrenglocken klingen. Denn ein Schlagzeuger im Orchester kann mehr, als nur auf die Pauke hauen. Er muss um die 70 verschiedenen Schlaginstrumente beherrschen, von der Triangel bis zur großen Pauke.

Schlagfertiges Quartett

Das schlagfertige Quartett der Philharmonie zeigte den Schülern der Bläserklassen der Geschwister-Scholl-Gesamtschule und der Realschule Altlünen, wie man mit Händen und Füßen auf den unterschiedlichen Instrumenten Takt und Melodie erzeugen kann. Mit Wippen, Oberschenkel-Klopfen und natürlich jeder Menge Beifall quittierten die Schüler den außergewöhnlichen Unterricht. Musik macht Stimmung, weckt Gefühle und spricht alle an.

Beispiel „La Bamba“. Da waren die Schüler gefordert. Musiker Torsten Müller trainierte mit ihnen den passenden Klatschrhythmus ein, seine Kollegen Adrian Trutz, Yasuko Hayashi und Claudios Lopez-Diaz begleiten „La Bamba“ auf Xylofon, Marimbafon oder Cajun, dem einzigen Instrument, auf dem man beim Spielen sitzen kann.

Für Roland Vesper, Jugenddramaturg und selbst Orchestermusiker, ist die Veranstaltung „Schlag auf Schlag“ in den Schulen eine gute Chance, Schüler über Schlaginstrumente auch für klassische Musik zu interessieren. Selbst Heinrich Behrens, Leiter der Scholl-Gesamtschule, sagt am Ende. „Ich habe gar nicht gewusst, welche Fülle es an Schlaginstrumenten gibt, wie sie eingesetzt werden und welche Stimmung sie erzeugen können“.

Inspirierender Vormittag für Schüler

Für Melina (13) war der Vormittag „ziemlich inspirierend“. Sie habe vorher so viele unterschiedliche Trommeln noch nie gehört. Malin (13) fand toll, dass viele Schüler im Takt mitgeklatscht hatten. Annalena (13) sagte: „Die haben so schnell gespielt - wie sie sich das merken, fand ich interessant.“

Alle Schulen waren zu dem gemeinsamen Projekt der Philharmonie und des Kreises Unna eingeladen, es nahmen nur zwei daran teil. Das mag an dem Termin, vielleicht aber auch den 5 Euro Kosten pro Schüler gelegen haben.

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