Über 8500 Protest-Unterschriften

Weihnachtsmarkt-Verlegung

LÜNEN Die Weihnachtsmarkthändler sehen die Kunden an ihrer Seite: Über 8500 Protestunterschriften gegen eine Verlegung des Marktes füllen einen dicken Ordner.

von Von Peter Fiedler

, 21.12.2009, 16:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Axel Grotensohn (2.v.r.) übergab mit Nadine Küchenmeister und Bernhard Unger die Protestunterschriften an Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick (2.v.l.).

Axel Grotensohn (2.v.r.) übergab mit Nadine Küchenmeister und Bernhard Unger die Protestunterschriften an Bürgermeister Hans Wilhelm Stodollick (2.v.l.).

Eine Verlegung des Weihnachtsmarktes auf den Platz vor dem Rathaus sei für ihn „nicht verhandelbar“, stellte Gewürzhändler Bernhard Unger fest. „Ich würde nicht einmal einen Probelauf überstehen“, betonte er. Denn er und seine Kollegen lebten nun einmal von den Umsätzen mit der Laufkundschaft. Bei einer Verlegung „nehmen Sie den ganzen Lauf raus“, sagte Axel Grotensohn, „die 80 bis 100 Meter zum Marktplatz sind tödlich.“ Nadine Küchenmeister verwies auf die Rückendeckung der Wochenmarkthändler, die ja im Falle einer Weihnachtsmarktverlegung ebenfalls weichen müssten, und auf die Meinung der „meisten Einzelhändler“, die den Weihnachtsmarkt in der Fußgängerzone behalten wollten.

„Das ist eine Sicht der Dinge, es gibt aber auch eine andere“, erwiderte Stodollick. Er nannte des Problem der Buden, die mit dem Rücken zur Schaufensterfront stehen. „Auch die Entsorgung und Kabelführung ist verbesserungsbedürftig“, erklärte der Bürgermeister. Er sicherte den Händlern zu, dass ihr Meinungsbild in die für Anfang 2010 geplante Diskussion über ein neues Konzept einfließen wird und hob hervor, dass der zuständige Fachausschuss der Verwaltung dazu ausdrücklich den Auftrag erteilt habe. In dem Beschluss wird eine Verlegung des Weihnachtsmarktes als Chance gesehen, eine attraktive Platzsituation zu schaffen.  

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