Das Archivbild zeigt das Lüner Rathaus, das wegen Corona für den breiten Publikumsverkehr geschlossen ist. © Sylvia vom Hofe (A)
Politik in Lünen

Um das Klima zu schützen: Stadt Lünen soll mehr Stellen schaffen

Eine Klimaschutzmanagerin hat die Stadt Lünen bereits. Das scheint aber nicht zu genügen, deshalb sollen noch mehr Stellen in der Verwaltung geschaffen werden, oder doch nicht?

Im Jahr 2019 wurde in Lünen der Klimanotstand ausgerufen. Umgehend danach hat sich die Stadt Lünen eine Klimaschutzmanagerin gesucht und sie 2020 eingestellt.

Das scheint aber nicht auszureichen, denn in der Sitzung des Ausschusses für Personal, Organisation und Digitalisierung am Donnerstag, 7. Oktober, hatten SPD, CDU und Bündnis90/Die Grünen einen gemeinsamen Antrag gestellt.

Stelle für Klimaschutzmanager in Stellenplan 2022?

Dieser Antrag umfasste drei Punkte. Punkt eins beinhaltet den Wunsch, dass die Verwaltung bis zur nächsten Sitzung einen schlüssigen Vorschlag zur Implementierung des Aufgabenfeldes Klimaschutz als Querschnittsthema in der Verwaltungsorganisation gibt, wie es heißt. Sprich: In den einzelnen Abteilungen soll das Thema Klimaschutz verstärkt in den Fokus rücken.

In Punkt zwei wird die Verwaltung dazu aufgefordert, den erforderlichen Stellenbedarf begründet darzustellen und in den Stellenplan für das Jahr 2022 aufzunehmen. Im Klartext: Es sollen mehr Stellen geschaffen werden, um dem Thema Klimaschutz gerechter zu werden. In Punkt drei des Antrages soll die Verwaltung feststellen, inwieweit bei der Aufgabenbewältigung Synergien im Kreis Unna generiert werden können, sowie die Verfügbarkeit etwaiger Fördermittel zu erheben und solche auch zu nutzen.

Antrag bekam nicht nur Zustimmung

So weit so gut. Dass sich drei Fraktionen so einig sind in Sachen Klimaschutz und dem eingereichten Antrag, ist ungewöhnlich. Trotzdem waren im Ausschuss nicht alle Mitglieder so überzeugt von dem Antrag, auch wenn sie den Klimaschutz befürworten.

Pascal Rohrbach, Vorsitzender der FDP in Lünen, sah vor allem den Zeitdruck bis zu nächsten Ausschusssitzung problematisch. Auch sei die Planbarkeit für die Kämmerin, Bettina Brennenstuhl, nicht optimal durch die Aufnahme von zusätzlichen Stellen in den Stellenplan für 2022, wenn man noch gar nicht wisse, ob eine oder mehrere Stellen letztlich beschlossen werden.

Alternative Vorschläge erwünscht

Der GFL-Vorsitzende Dr. Johannes Hofnagel konnte mit Punkt eins und drei gut leben, nur bei Punkt zwei fand er es zu früh, zusätzliche Stellen sofort in den Stellenplan für 2022 aufzunehmen. Erst sollten alternative Vorschläge gemacht werden von Seiten der Verwaltung. Außerdem fehle die Formulierung von Zielen und Meilensteinen.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Personal, Organisation und Digitalisierung, Rüdiger Billeb wies darauf hin, dass das Einstellen einer Stelle in den Stellenplan noch kein endgültiger Beschluss sei.

Außerdem machte er den Vorschlag, den zweiten Punkt des Antrages zu ändern. Statt den erforderlichen Stellenbedarf begründet darzustellen und diesen in den Stellenplan für das Jahr 2022 aufzunehmen, sollen in der nächsten Sitzung am 2. Dezember Vorschläge seitens der Verwaltung vorgebracht werden. Der geänderte Antrag von CDU,SPD und Grünen wurde einstimmig angenommen.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen