Umzüge, Absagen, Suche nach Alternativen: Wie es nach dem Brand im Lükaz weitergeht

Lükaz bleibt lange dicht

Die Folgen des Brandes im Lüner Kultur und Aktionszentrum (Lükaz) sind schwerwiegend. Und noch ist das gesamte Ausmaß des Schadens unklar. Die Stadt hat eine vorläufige Bilanz gezogen.

Lünen

17.01.2019, 10:29 Uhr / Lesedauer: 2 min
Umzüge, Absagen, Suche nach Alternativen: Wie es nach dem Brand im Lükaz weitergeht

Nach dem Brand bleibt das Lükaz weiterhin dicht. Für bis zu sechs Monate. © Foto: Goldstein

Das Lüner Kultur- und Aktionszentrum Lükaz wird voraussichtlich bis zu sechs Monate gesperrt bleiben. Das geht aus ersten Untersuchungen und Einschätzungen der Gutachter hervor. „Das gesamte Ausmaß des Schadens ist allerdings noch unklar. Auch die genaue Brandursache ist bislang noch nicht bekannt. Fest steht jedoch, dass im Gebäude umfangreiche Sanierungen anstehen“, teilte die Stadt am Donnerstag (18. Januar) mit.

Umzüge, Absagen, Suche nach Alternativen: Wie es nach dem Brand im Lükaz weitergeht

Spuren des Feuers an der Außenfassade des Gebäudes am Tag nach dem Brand. © Foto: Julian Beimdiecke

Während des Feuers hatte sich gesundheitsgefährdender Ruß über die Lüftung im gesamten Gebäude ausgebreitet. Das Gebäude kann daher bis auf Weiteres nicht benutzt werden. Davon sind neben dem Lükaz auch die Musikschule und einzelne Kurse der VHS betroffen. „In Zusammenarbeit mit der gesamten Verwaltung und auch dank Unterstützung aus der Bürgerschaft konnten schnell und unkompliziert Alternativen gefunden werden“, so die Stadt weiter. Die Regelungen sehen so aus:

Musikschule im Rathaus

Die Verwaltung der Musikschule ist vorübergehend in der 13. Etage im Rathaus untergebracht und ist dort ab Montag, 21. Januar, zu den üblichen Geschäftszeiten und unter den üblichen Telefonnummern erreichbar. Der Unterricht und die Proben sind in Räume umliegender Schulen verlegt worden und konnten teilweise bereits in dieser Woche beginnen. Namentlich haben die Geschwister-Scholl-Gesamtschule, das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, das Gymnasium Altlünen, die Ludwig-Uhland-Realschule und die Kardinal-von-Galen-Schule Räume zur Verfügung gestellt. Die Schulen halfen unkompliziert und unterstützen die Musikschullehrerinnen und -lehrer bei den konkreten Planungen. Die Eltern der betroffenen Schülerinnen und Schüler wurden von der Musikschulleitung direkt informiert.

VHS-Integrationskurse ziehen um

Die Verwaltung der VHS ist vom Brand nicht betroffen und regulär in der Franz-Goormann-Straße 2 zu erreichen. Im Lükaz fanden zuvor drei Integrationskurse der VHS statt. Für zwei Integrationskurse stellte spontan die Gemeinde der Selimiye-Moschee in der Roonstraße Seminarräume zur Verfügung. Der dritte Kurs wird vorübergehend in Räume in der Stadttorstraße verlegt. Die betroffenen Personen wurden ebenfalls informiert. Für einen Abendkurs im Freizeitbereich wird aktuell noch nach einem großen Raum gesucht.

Anmeldestart für Lükaz-Kurse verlegt

Der Anmeldestart des Kursprogramms im Lükaz wurde auf den 15. Februar verlegt. Das Programm startet dann vier Wochen später. Alternative Räume werden noch bekannt gegeben.

Amore-Mio-Party im „Greif“, keine Vofi-Feten

Für die Veranstaltungen im Lükaz werden derzeit mit Hochdruck Alternativen gesucht. Fest steht bereits: Die Amore-Mio-Party findet am 9. Februar in der Gaststätte „Das Greif“ , Münsterstraße 249, statt. Die beiden Vofi-Feten des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums und des Gymnasiums Altlünen mussten abgesagt werden. Der Jugendaktionstag war ursprünglich für den 6. Februar geplant. Neuer Termin wird voraussichtlich der 9. Oktober sein.

Veranstaltungs-Absagen

Bis zum kommenden Montag, 21. Januar, wird es weitere Informationen zum Konzert der Band „Despair“ geben. Das Konzert sollte ursprünglich am 2. Februar stattfinden. In Kürze wird es auch weitere Informationen zum Terpsichoré Tanzfest am 23. Februar geben. Definitiv abgesagt werden müssen hingegen das Konzert der Band „Eisenvater“ am 6. Februar, die Stern & Schnuppe-Party am 8. Februar und das Gastspiel von Josef Tränklers Puppenbühne am 13. Februar.

Lükaz-Verwaltung umgezogen

Die Verwaltung des Lükaz ist nach dem Brand vorübergehend in der Franz-Goormann-Straße 2 untergekommen. Die Veranstaltungsleiterinnen, Sabine Kroner und Janine Zellmann, haben vorübergehend ihr Büro in Raum 210 im 2. OG bezogen. Erreichbar sind sie unter Tel. (02306) 104-1297. Pia Flume, die pädagogische Leitung des Kursprogramms, ist aktuell in Raum 219 anzutreffen und unter Tel. (02306) 104-2557 zu erreichen.

Brand in der Nacht zum 27. Dezember

In der Nacht vom 26. auf den 27. Dezember hatte es im Keller des Lükaz gebrannt. Zeitgleich fand die Party „Funk Fatal“ statt. Rund 330 Gäste waren zu dem Zeitpunkt anwesend. Die alarmierte Feuerwehr war kurze Zeit später vor Ort. Nach Auskunft der Wehr haben das Brandschutzkonzept und das umsichtige Verhalten der Gäste beim Verlassen des Gebäudes Schlimmeres verhindern können. Verletzte gab es nicht.

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