In Hagen hat eine 22-Jährige ihren 26-jährigen Ex-Freund mit einem Messer attackiert. © picture alliance/dpa
Gerichtsverhandlung

Unfall mit Fahrerflucht zu Heiligabend – Lüner zahlt hohen Preis

In der Nacht auf Heiligabend verursachte ein Lüner (42) einen Autounfall und verschwand. Die alkoholisierte Nacht kam ihn nicht nur in Hinsicht auf die Strafzahlung teuer zu stehen.

Eine Trennung und der Tod eines nahen Angehörigen setzten einem Lüner (42) so zu, dass er Trost im Alkohol suchte. Fatalerweise setzte er sich dann hinter das Steuer, verursachte einen Unfall und türmte. Das kam ihn in jeder Hinsicht teuer zu stehen.

Strafe wird reduziert

Der Griff zur Flasche sollte dem Mann aus Lünen in der Nacht auf Heiligabend helfen, Probleme und Trauer zumindest für einen Moment ausblenden zu können. Tatsächlich handelte er sich damit neue Schwierigkeiten ein. Mit rund 2,5 Promille im Blut fuhr er los, baute im Bereich des Buchenbergs einen Unfall mit knapp 5000 Euro Fremdschaden und verschwand. Nach dieser Fahrt unter Alkoholeinfluss mit Unfallflucht wurde ihm ein Strafbefehl zugestellt: 2100 Euro Geldstrafe und neun Monate Sperrfrist zur Erteilung der Fahrerlaubnis. In der Hoffnung auf eine etwas mildere Sanktion legte er Einspruch ein.

Nun wurde der Fall vor dem Amtsgericht verhandelt und der Verteidiger schilderte, wie es zu der Fahrt kam, die den Lüner letztlich auch den Job kostete, weil er beruflich auf eine Fahrerlaubnis angewiesen war. Von finanziellen Nöten ganz zu schweigen. „Die Nacht kann ich leider nicht zurückholen“ erklärte der Angeklagte. Der Ankläger und die Richterin hatten ein Einsehen: Die Geldstrafe wurde auf 900 Euro reduziert – inklusive verbleibender drei Monate Sperrfrist.

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