Gericht

Unfallflucht nach Wendemanöver: Lüner will Crash nicht bemerkt haben

Beim Wenden mit dem eigenen Auto ist ein Lüner mit einem anderen zusammengestoßen. Trotzdem fuhr er einfach davon. Mit der Ausrede, er habe den Unfall nicht bemerkt, kam er nicht davon.

Beim Wenden stieß ein Lüner mit seinem Auto gegen ein anderes Fahrzeug, verursachte reichlich Schaden und fuhr trotzdem weiter. Diese Unfallflucht brachte den 47-Jährigen jetzt auf die Anklagebank.

Die Kollision mit 1400 Euro Fremdschaden ereignete sich am Nachmittag des 21. Dezember auf der Borker Straße. Der Lüner setzte zurück, es krachte und er verschwand. Allerdings sahen ihn zwei Zeuginnen davonfahren und die Dinge nahmen ihren Lauf. Kurz darauf wurde dem Mann ein Strafbefehl zugestellt: 900 Euro Geldstrafe und zehn Monate Sperrfrist zur Erteilung der Fahrerlaubnis. Er legte Einspruch ein.

Nun wurde der Fall im Amtsgericht verhandelt und der Lüner schilderte, wie er an dem Tag seine Ehefrau ins Krankenhaus gebracht habe und dann unterwegs gewesen sei, um Sachen für sie zu holen. Offenbar sei er bei der Gelegenheit in das andere Auto gefahren. Das habe er aber nicht gemerkt. Eine der Zeuginnen erklärte jedoch, der Mann hinter dem Steuer habe sich umgesehen, bevor er weggefahren sei.

Die Richterin verhehlte ihre Zweifel an der Version des Angeklagten, es nicht registriert zu haben, nicht. Nach kurzer Bedenkzeit beschränkte der nunmehr arbeitslose Lüner seinen Einspruch auf die Frage der Strafhöhe. Folge: 600 Euro Geldstrafe und verbleibende sechs Monate Sperrfrist.

Über die Autorin