Vater findet tote Kinder - Vermisste Mutter hinterlässt Abschiedsbrief

Familiendrama

BRAMBAUER Ein Vater hatte am Montagmittag seine beiden sieben und zwölf Jahre alten Kinder tot im Schlafzimmer der Mutter gefunden. Diese hatte einen Abschiedsbrief hinterlassen und war bis zum Abend verschwunden. Die Polizei suchte mit Hund und Hubschrauber nach der Vermissten. Eine Obduktion am Abend sollte die Todesursache der Kinder klären. Hier die Ereignisse des Tages.

von Von Beate Rottgardt und Karl-Heinz Knepper

, 23.03.2010, 11:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Vater lebte von seiner 39 Jahre alten Ehefrau Nicole Sch. getrennt. Er hatte einen Nachbarn alarmiert, der wiederum den Feuerwehrnotruf betätigte. Ein Abschiedsbrief der Mutter ließ den Mann vermuten, dass sie sich in einer ausweglosen Lage zu befinden glaubte. Mit Polizeihund, einer dreiköpfigen Streife und einem Motorradbeamten war die Polizei auf der Suche nach der Mutter der beiden toten Kinder in Brambauer. Offenbar hatte der Hund Witterung aufgenommen. Die Beamten machten sich im Laufschritt auf den Weg von der Gustav-Sybrecht- in die Karl-Haarmann-Straße und bogen dann in den Reichsweg ein.

In der Nachbarschaft in der Gustav-Sybrecht-Straße herrscht Entsetzen. Gegen 13 Uhr bemerkten viele Anwohner, dass etwas nicht in Ordnung sein musste. Rettungswagen und Polizeifahrzeuge fuhren in die Straße. Die Beamten sperrten sie in Teilen ab. Viele Nachbarn liefen aufgeregt zusammen. Als dann klar wurde, dass Luca-Matthäus und Zoe tot aufgefunden worden waren, spiegelte sich Schock und blankes Entsetzen in den Gesichtern der Nachbarn. Elke Limberg, die auch an der Gustav-Sybrecht-Straße wohnt, hat selbst einen zwölfjährigen Sohn. Bei der Nachricht, dass die beiden Kinder tot gefunden wurden, muss sie mit den Tränen kämpfen.

Metin Külahce, der seit acht Jahren einen Kiosk in der Straße betreibt, kennt die Mutter der Kinder. Sie habe regelmäßig Zeitungen bei ihm gekauft. "Sie ist eine gepflegte, nette, fast schon warmherzige Frau", sagte der Kiosbesitzer über die Mutter. Noch am Sonntag hatte Nachbar Yusus Yavuz mit der Mutter der beiden toten Kinder gesprochen. Er hatte sie getroffen, als sie die Garage fegte. „Wir haben noch über den nächsten Sommerurlaub gesprochen“, so Yavuz. Er habe die Familie gut gekannt, bezeichnete sie als intakt. Die Familie wohnte seit sechs Jahren in dem Haus an der Gustav-Sybrecht-Straße. Der Junge besuchte das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, seine Schwester die Kelmschule. 

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