Verdi bestreikt Busverkehr - Fahrtwind-Zentrale in Lünen geschlossen

Warnstreik

Wer auf den Bus angewiesen ist, sollte sich heute gut vorbereiten: Die Gewerkschaft Verdi bestreikt bundesweit Busse und Bahnen. Am Lüner ZOB war die Lage entspannt - trotz einer Überraschung.

Lünen, Selm

, 29.09.2020, 09:45 Uhr / Lesedauer: 1 min
Am ZOB in Lünen wiesen die Fahrtanzeigen auf den Streik hin.

Am ZOB in Lünen wiesen die Fahrtanzeigen auf den Streik hin. © Claeßen

Auf den Hinweistafeln des Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) in Lünen steht am Dienstag (29. September) ein Rat an alle Reisenden: Weil die Verkehrsbetriebe Unna (VKU) durch die Gewerkschaft Verdi bestreikt werden, soll man sich über das Internet oder die Zentrale „Fahrtwind“ am ZOB informieren, welche Linien denn überhaupt fahren.

Allerdings stehen Fahrgäste bei „Fahrtwind“ vor verschlossenen Türen: „Bitte beachten Sie, dass heute auf Grund des Streiks auch die Fahrtwind-Servicezentrale in Lünen geschlossen bleibt“, teilte VKU-Verkehrsmanagerin Inga Fransson am Morgen mit. Das Servicecenter in Kamen, Kirchstraße 2b, sei vorläufig geöffnet. Außerdem stehe die (kostenpflichtige) Hotline unter Tel. (01806) 504030 zur Verfügung.

Die Servicezentrale Fahrtwind am ZOB in Lünen hat am Dienstag (27. Septmber) geschlossen.

Die Servicezentrale Fahrtwind am ZOB in Lünen hat am Dienstag (27. Septmber) geschlossen. © Claeßen

Am Vormittag ist die Lage am ZOB in Lünen allerdings entspannt. Eine Pendlerin, die gerade aus der Linie R19 ausgestiegen ist, gibt sich gelassen: „Ich wusste ja, dass es den Streik geben würde, und hatte mich vorher informiert.“ Wirklich gestrandet ist am ZOB heute niemand, wie auch ein Angestellter einer Bäckereifiliale bestätigt: „Es ist ruhiger heute. Die Schüler sind heute halt nicht da, wirklich aufgeregt hat sich keiner.“

Verdi fordert in dem Tarifkonflikt für bundesweit 87.000 Beschäftigte Regelungen zur Nachwuchsförderung und zur Entlastung der Beschäftigten.

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