Verwarnungsgelder drohen an Kitas und Grundschulen

Polizeikontrollen

Die Wege zu Grundschulen und Kitas sollen in Lünen sicherer werden. Deshalb plant die Stadt ab kommenden Montag, 16. April, die Halteverbote vor den rund 45 Grundschulen, offenen Ganztagsschulen oder Kitas stärker durchzusetzen.

LÜNEN

von Von Beate Rottgardt

, 10.04.2012, 14:59 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Stadt will an Schulen und Kitas verstärkt das Halteverbot kontrollieren. Ein Schwerpunkt wird dabei auch die Osterfeldschule sein.

Die Stadt will an Schulen und Kitas verstärkt das Halteverbot kontrollieren. Ein Schwerpunkt wird dabei auch die Osterfeldschule sein.

"Wir wollen das bis zu den Sommerferien täglich vormittags und eventuell auch mittags tun," erklärte Friedhelm Wittlieb, Gruppenkoordinator Verkehrssicherung bei der Stadt Lünen. Und zwar regelmäßig im ganzen Stadtgebiet. Auf Dauer wolle man auf mündliche Verwarnungen verzichten und Verwarnungsgelder verhängen. Wer auf dem Gehweg parkt, ist mit 15 Euro dabei, wer damit auch andere behindert, zahlt 25 Euro und wer gar auf einer Schulbushaltestelle parkt, dem drohen 35 Euro Verwarnungsgeld.

 "Wir sind uns im Klaren darüber, dass die Maßnahme nur langsam das Bewusstsein der Betroffenen ändern wird," so Wittlieb. Doch immer wieder erhält die Stadt Beschwerden von Anwohnern, Eltern oder auch Schul- und Kindergartenleitungen, weil Eltern morgens ohne Rücksicht auf die anderen Kinder ihren Nachwuchs zur Schule oder in die Kita bringen. "Wichtig ist, dass zwischen Autofahrern und Kind Sichtbeziehungen bestehen. Das funktioniert aber nicht, wenn Kinder gezwungen sind, zwischen haltenden Autos her zu laufen," hofft Wittlieb auf Einsicht bei den Erwachsenen.

 Extrem sei es beispielsweise an der Querstraße, wo Grundschule und Kita stehen. "Hier wird das absolute Halteverbot regelmäßig ignoriert, da kommt dann im Notfall nicht mal ein Rettungswagen durch", so Wittlieb. Oder auch an der Realschule Brambauer, an der Leo- und Osterfeldschule, bei den Wethmarer Grundschulen und an der Kita Diesterwegstraße. "Aber eigentlich gibt es im ganzen Stadtgebiet diese Probleme", weiß Wittlieb.  

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