Viele neue Gäste nach TV-Sendung über Restaurant

„Pearde Kotten“ in Brambauer

Der Auftritt der Inhaberinnen in der Fernsehshow „Die Kochprofis“ auf RTL II sollte den „Pearde Kotten“ vor dem Aus retten. Denn bis vor kurzem lief es für Dagmar und Sonja Weiß alles andere als gut. Der Plan scheint nun aufzugehen.

Lünen

, 07.02.2018, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min
Dagmar Weiß, Heike Kakanowski und Sonja Weiß (v.l.) vom „Pearde Kotten“ in Brambauer freuen sich über die steigenden Gästezahlen nach ihrem Auftritt bei „Die Kochprofis“ auf RTL II.

Dagmar Weiß, Heike Kakanowski und Sonja Weiß (v.l.) vom „Pearde Kotten“ in Brambauer freuen sich über die steigenden Gästezahlen nach ihrem Auftritt bei „Die Kochprofis“ auf RTL II. © Foto: Michael Blandowski


Es geht aufwärts in Brambauers bekanntestem Restaurant: Der „Pearde Kotten“ verzeichnet seit seinem Auftritt bei „Die Kochprofis“ auf RTL II steigende Gästezählen.

„Viele Leute, die uns im Fernsehen gesehen haben, kommen zu uns“, sagt Inhaberin Dagmar Weiß auf Nachfrage. Manche seien neugierig, manche trauten sich jetzt erstmals ins Restaurant, das wegen seiner Vergangenheit als Rockerkneipe einen schlechten Ruf in Brambauer gehabt habe.

Aus dem Fernsehen bekannt

Am 11. Januar wurde die Sendung „Die Kochprofis“ auf RTL II ausgestrahlt, in der die Spitzenköche Frank Oehler und Nils Egtermeyer den Inhaberinnen des „Pearde Kotten“ unter die Arme gegriffen haben (wir berichteten).

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Dagmar Weiß und ihre Ehefrau Sonja haben seitdem schon Gäste aus Dortmund, Waltrop und sogar Recklinghausen in ihrem Restaurant für „Ruhrpottküche“ begrüßt. „Wir haben sie im Fernsehen gesehen“, seien häufig die ersten Worte von Gästen, sagt Dagmar Weiß weiter.

Gäste aßen Restaurant leer


Das Ehepaar Weiß hatte sich im vergangenen Jahr an die Profiköche Nils Oehler und Nils Egtermeyer von RTL II gewandt, weil ihr Restaurant finanziell nicht gut lief. An drei Drehtagen entwickelten die Köche neue Rezepte für den „Pearde Kotten“ und gaben den Köchinnen Tipps, um mehr Gäste anzulocken.

Und der Rat von Profis und die Werbung in der TV-Sendung haben offenbar geholfen: „Am Samstag nach der Ausstrahlung war um 22 Uhr die Küche leer“, sagt Weiß. Die Gäste hätten aber auf die Nachricht, dass alles aufgegessen war, gelassen reagiert. „Die wissen ja, dass bei uns alle Zutaten frisch sind.“

Inhaberinnen ziehen positive Bilanz

Um den vielen Besuchern Herr zu werden, hat das Ehepaar kürzlich sogar Küchenhilfe Heike Kakanowski eingestellt. „Es gibt 32 Plätze bei uns. Das ist zu zweit nicht zu schaffen“, erklärt Weiß.

Die Köchin hatte schon von dem Dreh im vergangenen Sommer mit Oehler und Egtermeyer eine positive Bilanz gezogen, nun war sie auch mit der fertigen Sendung und der Resonanz darauf zufrieden. Zwar hätten sich einige Brambauer Bürger über die Darstellung ihres Stadtteils in der Show beschwert, doch Weiß sagt, das sei nun mal die Realität hier. „Vielleicht motiviert das ja auch die Stadtverwaltung, etwas in Brambauer zu ändern“, hofft die Inhaberin des „Pearde Kotten“.

„Pearde Kotten“ könnte sich halten


Mit den Gästezahlen sei sie jedenfalls zufrieden, viele kämen mittlerweile auch regelmäßig in den „Pearde Kotten“. „Wenn weiterhin so viele Leute kommen, schaffen wir es, das Restaurant zu erhalten“, zeigt sich Weiß optimistisch.

Das Ehepaar Weiß ist nun gespannt, ob sie noch ein zweites Mal Besuch von RTL II bekommen. Manchmal kommen die Profiköche noch mal vorbei, um zu sehen, wie sich das Restaurant seit dem Dreh entwickelt hat. „Dann sind sie allerdings ‚undercover‘ zu Besuch“, verrät Dagmar Weiß.

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