Vielfalt am Arbeitsplatz Lüner Unternehmen gewinnt Interkulturellen Wirtschaftspreis 2022

Redakteur
Matthias Besenfelder, Vorstand der Brockhaus AG, mit seinen Mitarbeiterinnen Marie Sonne, Maria Beerwerth und Katy Spalek. Die Lüner Firma gewann den Interkulturellen Wirtschaftspreis 2022.
Matthias Besenfelder (mitte), Vorstand der Lüner Firma Brockhaus AG, freute sich über den Interkulturellen Wirtschaftspreis 2022. © Isabella Thiel
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Jedes Land hat seine eigene Esskultur und um genau dies darzustellen, kam die Lüner Firma Brockhaus AG auf die Idee eines Diversity-Kochbuchs. Der passende Titel: „Eine kulinarische Reise um die Welt“. Es beinhaltet Rezepte und weitere Inhalte der Mitarbeitenden. Das ist nur eine von vielen Aktionen des Unternehmens, die das Thema Vielfalt in den Mittelpunkt rücken soll.

Und genau dafür wurde der IT-Dienstleister mit Sitz in Lünen, Dortmund und Hamburg nun mit dem Interkulturellen Wirtschaftspreis 2022 ausgezeichnet. Der Preis wurde vor kurzem vom Multikulturellen Forum im SportCentrum Kaiserau in Kamen verliehen.

Mitarbeiter aus 23 Nationen

In seiner Laudatio betonte der diesjährige Schirmherr Landrat Mario Löhr, wie wichtig unternehmerisches Engagement gerade in diesen unruhigen Zeiten ist. Die Brockhaus AG sei ein gutes Beispiel dafür, wie das Zusammenwirken von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Eigenschaften mit gezielter Strategie und konkreten Maßnahmen zu einem guten Teamgefühl und starken Leistungen führt.

„Wir finden Vielfalt spannend, wertvoll und dass sie selbstverständlich werden muss. Daher kommunizieren wir unsere Vielfaltsorientierung und unsere vielfältige Unternehmenskultur bewusst auf allen Ebenen nach innen und außen“, sagt Matthias Besenfelder, Vorstand der Brockhaus AG, den Einsatz. Der IT-Dienstleister beschäftigt Mitarbeitende aus 23 verschiedenen Nationen und hat bereits im Jahr 2017 sein Diversity Management fest etabliert.

Diversity-Chatbot entwickelt

Seit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt nimmt das Unternehmen regelmäßig an Diversity-Challenges teil, die den Blick für die Vielfalt der Menschen im Unternehmen schärfen und als Stärke ins Bewusstsein der Belegschaft verankern sollen.

So entstanden bereits ein Diversity Chatbot, der anhand vorher erhobener Merkmale Gespräche mit verschiedenen Mitarbeitenden simuliert oder die Diversity Lunch App, mit deren Hilfe sich Mitarbeitende mit möglichst wenig Überschneidungen in Sachen Herkunft, Geschlecht, Religion oder Arbeitsschwerpunkt zu einer gemeinsamen virtuellen Mittagspause verabreden können – Themenvorschläge für das Gespräch inklusive. In den Teamtreffen gibt es Vorträge zu Themen wie Vorurteile und Rassismus.

„Unser Ziel ist es, aufzuzeigen, mit welchen Instrumenten eine vielfaltsorientierte Personalgewinnung und Unternehmenskultur gelingen und zum unternehmerischen Erfolg beitragen kann,“ sagte Kenan Küçük, Geschäftsführer des Multikulturellen Forums. Hierfür sei die Brockhaus AG beispielhaft. „Aber auch dafür, dass jeder und jede einen Unterschied macht, wenn er oder sie Haltung zeigt – und je mehr das tun, umso besser.“