Männer als „blinde Passagiere“ bei Wohnmobil-Lieferung in Lünen

rnPolizeieinsatz

Zu einem Einsatz ist die Polizei am Donnerstagmorgen (9.7.) nach Nordlünen gerufen worden. Dort waren Wohnmobile aus Frankreich eingetroffen - mit unerwarteten Gästen an Bord.

Lünen

, 10.07.2020, 09:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ganz friedlich und ruhig seien die vier Männer gewesen, erinnert sich Bärbel Hartmann. Sie ist Mitgesellschafterin der Wohnmobil Hartmann GmbH, die im Geistwinkel Wohnmobile vermietet und verkauft. Am Donnerstagmorgen hatte sie eine Lieferung aus Frankreich erwartet.

Die Lieferung kam auch gegen 9 Uhr an. Was niemand erwartete: Einmal angekommen, öffneten sich die Türen - und vier Männer kamen aus den Wohnmobilen, die ihrerseits auf der Ladefläche des Transporters standen.

„Die Männer waren offenbar froh, hier angekommen zu sein“, sagt Hartmann. Sie hätten gefroren und seien hungrig und durstig gewesen. Deutsch hätten sie nicht gesprochen, lediglich Französisch.

Verdacht der illegalen Einreise

Sie habe die Männer schließlich mit Getränken, Essen und Decken versorgt, nicht viel später sei die Polizei schließlich angekommen. Jemand, der die unerwartete Ankunft der Männer beobachtet hatte, muss die Beamten wohl gerufen haben.

Den Einsatz bestätigt ein Sprecher der Polizei. Die ermittelt jetzt wegen des Verdachts der illegalen Einwanderung.

Möglicherweise seien die Männer in Belgien zugestiegen, wo der Lkw-Fahrer über Nacht gerastet hat.

Befragt werden konnten die Männer noch nicht richtig, weil sie eben kein Deutsch sprechen. Sie seien vorläufig festgenommen worden und warteten bei der Polizei jetzt auf einen Dolmetscher. Zwei der Männer hätten wohl „Nordafrika“ als Herkunft angegeben.

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