Volkspark- und Opelfreunde nutzen alten Betriebshof künftig gemeinsam

rnVolkspark Brambauer

Nach Knatsch um den alten Betriebshof gibt es eine Lösung. Volksparkfreunde und Opel Sport Club wollen ihn gemeinsam nutzen. Damit ist die Idee einer Container-Anlage vom Tisch.

Brambauer

, 07.02.2019, 05:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es habe sich etwas ergeben, erläuterte der Technische Beigeordnete Arnold Reeker im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am Dienstag (5.2.). Nach einem Gespräch beim Bürgermeister hätten sich Vertreter der Volksparkfreunde in Lünen-Brambauer und des Opel Sport Club (OSC) darauf verständigt, den Betriebshof gemeinsam zu nutzen und die Räume unter sich aufzuteilen.

Opel-Freunden sollte gekündigt werden

Ursprünglich hatte die Wählergemeinschaft Gemeinsam für Lünen (GFL) beantragt, dem Bauhof-Mieter OSC zu kündigen.

Jetzt lesen

Die Volksparkfreunde, die seit Anfang letzten Jahres mit bürgerschaftlichem Engagement die heruntergekommene Parkanlage wieder auf Vordermann bringen, sollten demnach den Bauhof als alleinige Mieter nutzen können. Jetzt also die Wende hin zu einem einvernehmlichen Miteinander.

Jetzt lesen

Betriebshof in schlechtem Zustand

Weil der Betriebshof im Wald in schlechtem Zustand ist, wollte die Verwaltung ursprünglich für die Volksparkfreunde Container aufstellen lassen. Einer sollte ein Bürocontainer sein, indem sich die Mitglieder aufhalten oder Besprechungen durchführen können. Zwei Überseecontainer sollten Maschinen und Material als Lagerraum dienen.

Die Kosten waren mit 38.000 Euro veranschlagt. Zudem sollten 41.000 Euro für Werkzeug und Geräte bereitgestellt werden.

Die Container-Idee hat sich überholt. Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat am Dienstag bei einer Gegenstimme beschlossen, den Volksparkfreunden 50.000 Euro zur Verfügung zu stellen: 41.000 Euro für Geräte und 9000 Euro, um den Bauhof sanieren zu können.

Grüne forderten Gesamtkonzept

Diskussionen hatte es um einen Ergänzungsantrag von Bündnis 90/Die Grünen gegeben. Darin fordern sie ein städtische Gesamtkonzept für die Pflege von Park- und Grünanlagen in Lünen. Hintergrund ist der Ratsbeschluss von 2006, nach dem aus Sparzwang die Pflege von Parks eingestellt wurde. „Wir wollen die Aktivitäten im Volkspark damit nicht gefährden“, erklärte Thomas Matthée. Auch Helga Mendrina (SPD) hält ein solches Konzept für wichtig, wenngleich sie die Leistung der Ehrenamtlichen sehr lobenswert findet.

„Kopfstoß für alle Ehrenamtlichen“

Prof. Johannes Honagel (GFL) hingegen erklärte, „wenn wir dem Antrag folgen, wäre das ein Kopfstoß für alle ehrenamtlich Tätigen und würde Knüppel ohne Ende zwischen die Beine bedeuten“. Die Volksparkfreunde hätten in allen Fraktionen ihr Konzept vorgestellt. Dabei seien ihnen Mittel zugesagt worden. Jetzt brauche es ein klares Signal.

Auch Paul Jahnke (CDU) wertete den Antrag als „Totschlag-Argument“ für die Engagierten in Volkspark, Südpark oder in Tockhausen. „Das können wir nicht verantworten.“ Marc Elsbeck (Fraktion Piraten/Freie Wähler) begrüßte ebenfalls das Engagement.

Antrag zurückgezogen

Am Ende zogen die Grünen den Antrag zurück. Im Protokoll wurde allerdings die Anregung vermerkt, ein Gesamtkonzept für die Pflege von Park- und Grünanlagen im Auge zu behalten.

Lesen Sie jetzt
Ruhr Nachrichten Gefährliche Raffinerie-Rückstände
Ex-Mitarbeiter der Steag: Petrolkoks war „nie ein großes Thema“ - keine Gefahr für Lünen?
Ruhr Nachrichten Jäger beobachtet und greift ein
Illegale Müllkippen: Dreiste Männer laden ganze Wohnwand in Lüner Naturschutzgebiet ab