Wahl-Panne am Cappenberger See: Kreiswahlausschuss muss entscheiden

Kommunalwahl

Muss die Landratswahl in einem Lüner Wahllokal wiederholt werden? Darüber entscheidet am 16. September der Kreiswahlausschuss in Unna. Dabei spielt eine Rolle, wie viel 150 Stimmen wert sind.

Lünen

, 14.09.2020, 19:40 Uhr / Lesedauer: 1 min
Im Wahllokal am Cappenberger See kam es zu der Panne. Die Folgen sind noch unklar.

Im Wahllokal am Cappenberger See kam es zu der Panne. Die Folgen sind noch unklar. © Goldstein

Ob die Panne im Wahllokal des SV Lünen 08 am Cappenberger See Folgen hat, entscheidet sich am 16. September: Dann tagt in Unna der Kreiswahlausschuss und wird sich mit den Vorgängen am Morgen des Wahlsonntags beschäftigen.

Wie berichtet hatten die Wahllhelfer im besagten Wahllokal versehentlich zwischen 8 und 10.30 Uhr keine Stimmzettel für den Landrat an die Wählerinnen und Wähler ausgegeben.

Wie der Kreis Unna mitteilte, gebe es 150 Betroffene, die keine Stimme für die Landratswahl abgeben konnten. „Ob es möglicherweise eine Nachwahl in dem Wahllokal geben wird, hängt davon ab, wie viel Gewicht die 150 fehlenden Stimmen haben“, erklärte Kreissprecherin Constanze Rauert.

Öffentliche Sitzung am 16. September

Mittlerweile weiß man: Die 150 Stimmen hätten keine Auswirkung auf das Wahlergebnis - selbst, wenn sie theoretisch alle nur auf einen Kandidaten entfallen würden, was praktisch unmöglich ist. „Mario Löhr bekam 62.808 Stimmen, Marco Morten Pufke 42.093 Stimmen. Der drittplatzierte Herbert Goldmann vereinigte 27.642 Stimmen auf sich“, teilte der Kreis Unna am Montag (14.9.) mit. Dennoch werde sich der Wahlausschuss mit dem Thema befassen und über das weitere Vorgehen entscheiden.

Das Ganze passiert in öffentlicher Sitzung am Mittwoch, 16. September, um 16 Uhr im Kreishaus Unna, Friedrich-Ebert-Straße 17. Es gelten die Corona-Schutzbedingungen.

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