Waltroper Straße in Brambauer: Verkehrsfluss an Hauptkreuzung gestört

rnVerkehr in Lünen

Wegen eines technischen Defekts lässt sich der Verkehr an der Hauptkreuzung der Waltroper Straße in Lünens größtem Stadtteil Brambauer derzeit nicht verkehrsabhängig steuern.

Brambauer

, 06.01.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Stadt Lünen hat eingeräumt, dass der Verkehr an der Hauptkreuzung der Waltroper Straße in Brambauer zurzeit nicht reibungslos läuft.

Wie ein Stadtsprecher am Freitag (3.1.) auf Nachfrage unserer Redaktion sagte, gebe es derzeit Störungen mit den Induktionsschleifen an der Kreuzung, die die Verkehrsdichte messen:

„Das bedeutet, dass die Kreuzung im Moment nicht verkehrsabhängig gesteuert werden kann. Die Störungen können zum Beispiel auftreten, weil es auf der Straße viel Schwerlastverkehr gibt, aufgrund dessen die Induktionsschleifen schneller verschleißen.“

Zur Lösung des Problems hat die Stadt nach eigenen Angaben eine Fachfirma beauftragt: „Wir gehen davon aus, dass die Ampelschaltung Ende Januar wieder verkehrsabhängig gesteuert werden kann.“ Die Waltroper Straße ist die Hauptverkehrsader in Lünens größtem Stadtteil.

Ampelschaltung geändert

Die Ampelschaltung an der Hauptkreuzung sei erst im September vergangenen Jahres geändert worden, hieß es in der Pressestelle der Stadt:

„Wir haben auf Wunsch von Bürgerinnen und Bürgern die ‚Fußgängeranforderung‘ im September entfernt und die Grünschaltung in Abhängigkeit zur Verkehrssituation automatisiert. Die Schalter für die Fußgängeranforderung wurden durch Blindensignalgeber ersetzt.“

Hintergrund sei, hieß es weiter, „dass Fußgängerinnen und Fußgänger – wenn sie zu spät drücken – kein grünes Licht mehr bekommen und dann bis zum nächsten Umlauf der Ampelphasen warten müssen, obwohl die Autos noch vor einer roten Ampel stehen“.

Stadt will Verkehrssicherheit erhöhen

Das Ganze diene, so die Stadt, vor allem der Verkehrssicherheit, da Fußgängerinnen und Fußgänger häufig bei Rot über die Ampel gegangen seien, um eben diesen Umlauf der Ampelphase nicht noch zusätzlich abwarten zu müssen.

Das Thema Verkehrsfluss war erst Mitte Dezember Thema im Stadtrat. Mehrheitlich beschloss der Rat, die sechs Kreuzungen zwischen Konrad-Adenauer-Straße/Marienhospital und Kurt-Schumacher-Straße/Merschstraße zu optimieren.

Optimiert heißt in diesem Falle: Alle Ampeln an den sechs Kreuzungen werden miteinander koordiniert, und zwar für alle Verkehrsteilnehmer: Individual-, Fußgänger- und Radverkehr sowie ÖPNV. „Ein verbesserter Verkehrsablauf kann dadurch erreicht werden“, hieß es dazu in der entsprechenden Vorlage.

Dass eine Verbesserung nötig ist, hatte die Untersuchung „Hauptstraßennetz Lünen 2030“ ergeben, auch, weil das Verkehrsaufkommen in den kommenden Jahren weiter steigen wird.

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