Warum nicht nur Bewohner Räume im neuen Caritas-Seniorenzentrum an der Lippe nutzen sollen

rnCaritas-Neubau

Noch ist Baustelle am und im neuen Seniorenzentrum der Caritas an der Lippe. Aber im Januar sollen dort die ersten Bewohner einziehen. Ein Mann freut sich darauf besonders.

Lünen

, 28.10.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

In den Fluren der künftigen Wohngruppen streichen gerade die Maler die Wände weiß. Oben, in den Service-Wohnungen, wird der Boden verlegt. Auch die Landschaftsgärtner sind schon vor Ort.

„Hier kommt die neue, moderne Kapelle hin, als Ort der Ruhe“, so Caritas-Vorstand Hans-Peter Benstein bei einem Rundgang durch den Neubau. Nicht nur die Kapelle, auch ein Café und ein großer Aufenthaltsbereich sollen nach Fertigstellung auch von externen Nutzern mit Leben erfüllt werden.

Warum nicht nur Bewohner Räume im neuen Caritas-Seniorenzentrum an der Lippe nutzen sollen

Caritas-Vorstand Hans-Peter Benstein (l.) und der künftige Einrichtungsleiter Benjamin Lisci in der Kapelle, die im Erdgeschoss entsteht. © Beate Rottgardt

„Wir bieten Gruppen und Vereinen aus der Nachbarschaft gerne an, die Räume zu nutzen“, sagt Benstein. Ihm ist es wichtig, dass das Seniorenzentrum in seiner Umgebung eingebunden ist, dass die Bewohner am Leben um sie herum teilnehmen können.

„Ich könnte mir auch vorstellen, dass Spaziergänger oder Radfahrer, die hier vorbeikommen, eine Kaffeepause bei uns im Cafe oder auf der Terrasse einlegen“, so Benstein.

Die Bauarbeiten in der Mersch haben im März 2018 begonnen. Ende diesen Jahres soll alles fertig sein. Geplant ist, dass im Januar 2020 die ersten Bewohner ins Seniorenzentrum einziehen sollen. Auf die Eröffnung freut sich Benjamin Lisci besonders. Lisci wird das Seniorenzentrum leiten, ist ab Januar Mitarbeiter des Caritasverbandes. Lisci leitete bereits Senioren-Einrichtungen in Dortmund, im Sauerland und Bochum.

Warum nicht nur Bewohner Räume im neuen Caritas-Seniorenzentrum an der Lippe nutzen sollen

So sehen die Zimmer in den Wohngruppen aus. Bis auf Pflegebett und Schrank können die Möbel auch durch eigenes Mobiliar der Bewohner ersetzt werden, so der künftige Einrichtungsleiter Benjamin Lisci (l.) und Caritas-Vorstand Hans-Peter Benstein. © Beate Rottgardt

Es gibt bereits Interessenten für die 80 Einzel-Appartements. Die werden alle mit hellen Möbeln eingrichtet. Das Pflegebett und der Schrank sind fester Bestandteil der Einrichtung, darüber hinaus können die Bewohner auf Wunsch auch eigene Möbel mitbringen. Ansonsten findet man Nachttisch, Sideboard, Tisch und Stühle im Zimmer und auch helle Gardinen gehören zur Grundausstattung. Jedes Appartement verfügt über ein Bad mit bodengleicher Dusche und ein Waschbecken, an dem man sich auch festhalten kann. Alle Bäder sind barrierefrei und 30 Prozent sogar rollstuhlgerecht.

Rückzugsmöglichkeiten

80 Zimmer sind auf sechs Wohngruppen verteilt. Auf jeder Etage, jeweils in der Mitte zweier Wohngruppen, befindet sich zwischen den Gemeinschaftsräumen eine geräumige, offene Wohnküche sowie ein zentraler Pflegestützpunkt. „In den Seitenflügeln jeder Wohngruppe befindet sich zudem ein Wohnzimmer mit Balkon oder Terrasse“, sagt Lisci. Die Bewohner sollen eine gemeinsame Tagesstruktur bekommen, aber auch Rückzugsmöglichkeiten finden.

Freude an der Arbeit steigern

Im neuen Seniorenzentrum sollen zwischen 80 und 90 Mitarbeiter in Teil- und Vollzeit tätig werden. Das Seniorenzentrum möchte mit Innovationen überzeugen: So wird die vorgeschriebene Dokumentation mit mobilen Endgeräten durchgeführt.

Und man will weg von allzu starren Hierarchien. Benstein: „Wir wünschen uns ein Mehr an Flexibilität und Miteinander.“ Geplant ist ein Wohngruppenmanager, der das große Ganze sieht und auch Synergieeffekte schafft. Benstein: „Wir stellen in unseren anderen Häusern fest, dass die Freude an der Arbeit steigt, wenn die Mitarbeiter eigenverantwortlich handeln können.“

Laut dem Caritas-Vorstand ist das neue Seniorenzentrum an der Lippe innerhalb von NRW wohl das einzige Altenpflegeheim, das nach dem so genannten KfW-55-Standard gebaut wird. Das bedeutet Effizienz beim Heizen durch bessere Dämmung und eine moderne Belüftung im kompletten Haus.

Warum nicht nur Bewohner Räume im neuen Caritas-Seniorenzentrum an der Lippe nutzen sollen

So sieht ein Flügel des neuen Gebäudes aus. im obersten Stock gibt es elf Service-Wohnungen. In den unteren Etagen sind die Wohngruppen des Seniorenpflegeheims untergebracht. © Beate Rottgardt

Das neue Gebäude verfügt über ein Außengelände von 7000 Quadratmetern. Im inneren Garten zwischen den Häusern sind bereits Wege angelegt, die beispielsweise auch von dementiell veränderten Bewohnern genutzt werden, die aufgrund der Erkrankung viel laufen wollen.

Warum nicht nur Bewohner Räume im neuen Caritas-Seniorenzentrum an der Lippe nutzen sollen

Diesen Blick haben die künftigen Mieter der Service-Wohnungen im vorderen Bereich. © Beate Rottgardt

Die elf Wohnungen des Service-Wohnens liegen im Dachgeschoss und verfügen alle über einen eigenen Balkon. Die Wohnungen sind zwischen 54 und 71 Quadratmeter groß. Die Vermietung der Wohnungen hat bereits begonnen.

Wer sich für ein Zimmer im Seniorenzentrum oder eine Wohnung im Service Wohnen interessiert, kann sich bei der Caritas melden, Tel. (02306) 7004 12 10, Mail: seniorenzentrum-lippe@caritas-luenen.de In Sachen Arbeitsplätze ist der Ansprechpartner Benjamin Lisci, Mail: b.lisci@caritas-luenen.de
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