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Was die Not einer Meeresschildkröte auf den Malediven mit Lünen zu tun hat

rnMeinung am Mittwoch

In „Meinung am Mittwoch“ haben Gastautoren das Wort. Sie beleuchten Themen, die ihnen wichtig sind. Kunstsammler Heinz Werner Kleine beschreibt heute, warum Umweltschutz uns alle angeht.

von Heinz Werner Kleine

Lünen

, 12.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Es ist ein Bild in der Zeitung, was mich vor einigen Wochen traurig aber auch wütend gemacht hat:

Da legt eine Meeresschildkröte auf einer frisch asphaltierten Landebahn ihre Eier ab. Es ist ein Strandabschnitt auf den Malediven, wo die vom Aussterben bedrohten Meeresbewohner seit Jahrhunderten ihre Eier ablegen und vergraben. Die völlig verwirrte Schildkröte wurde von einem Arbeiter wieder ins Meer getragen.

Was die Not einer Meeresschildkröte auf den Malediven mit Lünen zu tun hat

Heinz Werner Kleine. © Quiring-Lategahn

Gastautor ist Heinz Werner Kleine (62). Er ist Chemieloaborant und Kunstsammler und lebt in Lünen.

Ein Inselstaat, der vom Klimawandel selber stark betroffen sein wird, zerstört weiterhin seine Umwelt, um noch mehr Touristen auf die Inseln zu holen. Die Geldgier kennt keine Grenzen. Und dies geschieht weiterhin, überall auf der Welt. Profit kontra Umwelt.

Massentierhaltung und zerstörter Lebensraum

Unsere Bauern im Münsterland verseuchen durch massenhaften Gülleeintrag auf den Äckern das Grundwasser. Massentierhaltung ist nichts anderes als Tierquälerei und zerstört zudem hunderttausende Arbeitsplätze in Afrika. Palmölplantagen in Indonesien zerstören den Lebensraum der Orang Utans. Chinesische Hochseeflotten fischen ganze Meeresregionen leer. Der CO2-Eintrag in die Atmosphäre steigt weltweit immer noch an. Wale verenden mit Mägen voller Plastik.

„Neue Wirtschaftsordnung“

Wir brauchen sofort eine neue Wirtschaftsordnung, die konsequent ökologisch und nachhaltig ausgerichtet ist. Die Fridays-for-Future-Aktivisten wissen das. Unsere Politiker der beiden großen Volksparteien offenbar noch nicht. Das Wahldesaster von CDU und SPD und der Erfolg der Grünen bei den Europawahlen zeigt eines deutlich; viele Menschen wollen eine konsequentere Klima-und Umweltpolitik!

Alle sind gefordert

So sind wir natürlich alle gefordert, unser eigenes Handeln zu überdenken und zu ändern. Umweltschutz geht uns alle an. Das gilt auch für die Verantwortlichen der Stadt Lünen. Hier wünsche ich mir bei zukünftigen Entscheidungen, der Umwelt - und Klimaverträglichkeit oberste Priorität einzuräumen.

Und wer zum Beispiel weniger Fleisch isst oder öfter mit dem Fahrrad unterwegs ist, tut nicht nur was für die Umwelt, sondern auch eine Menge für seine Gesundheit.

Es liegt jetzt an uns, dass unsere Kinder und Enkel auch noch in 30 oder 40 Jahren eine lebenswerte Umwelt vorfinden.

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