In der Klinik-Apotheke hat es einen Wasserschaden gegeben. Der betrieb wird verlagert. Daher muss auch die Notfalldienstpraxis umziehen. © Magdalene Quiring-Lategahn
Sanierungsarbeiten

Wasserschaden in Klinik-Apotheke: Lüner Notdienstpraxis muss umziehen

Wegen eines Wasserschadens in der Klinik-Apotheke des Lüner St. Marien Hospitals muss der Apotheken-Betrieb verlagert werden. Auch die Notfalldienstpraxis muss kurzfristig umziehen.

Unbemerkt ist über mehrere Tage Wasser aus einem defekten Syphon einer Lüftungsanlage der Klinik-Apotheke des St.-Marien-Hospitals in den Boden gesickert. Weil sich in einem Technikraum bereits Schimmel gebildet hat, muss jetzt umfangreich saniert werden. Das hat weitreichende Folgen: Nicht nur die Apotheke muss verlagert werden, auch die Notfalldienstpraxis des ärztlichen Bereitschaftsdienstes wird kurzfristig umziehen.

Wie die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen Lippe (KVWL) mitteilt, finden Patientinnen und Patienten den ärztlichen Bereitschaftsdienst ab Dienstag (28.9.) bis auf Weiteres an der Altstadtstraße 24. Das ist das Gebäude der ehemaligen Krankenpflegeschule in der Nähe des Klinik-Parkhauses. Die Öffnungszeiten der Notfalldienstpraxis bleiben unverändert: Mo, Di, Do 19 bis 22 Uhr, Mi und Frei 14 bis 22 Uhr und Sa und So 9 bis 22 Uhr. Er ist telefonisch unter der Rufnummer (02306) 19292 zu erreichen.

Die Notdienstpraxis der niedergelassenen Ärzte ist ab Dienstag (28.9.) an der Altstadtstraße 24 in der ehemaligen Krankenpflegeschule zu finden.
Die Notdienstpraxis der niedergelassenen Ärzte ist wieder zurück an alter Adresse im Aktivum an der Alststadtstraße 23 neben dem St.-Marien-Hospital. © Magdalene Quiring-Lategahn © Magdalene Quiring-Lategahn

Umzug der Apotheke logistische Herausforderung

Experten für Wasserschäden zu finden, sei nach dem Starkregen gar nicht so einfach, berichtet Geschäftsführer Axel Weinand. Inzwischen konnte eine Firma aus Dortmund beauftragt werden. Der Schaden liege in einem siebenstelligen Bereich, sei aber durch die Versicherung abgedeckt.

Der Umzug der Apotheke in andere Klinikbereiche ist eine logistische Herausforderung. Die Herstellung von Zytostatika für Chemotherapien, für die Reinraumbedingungen nötig sind, werde in einem anderen Krankenhaus durchgeführt. Für die Zubereitung steriler Lösungen baut die Klinik in einem Konferenzraum ein dichtes Zelt auf. Konferenzen finden dann in der Kapelle statt. Die Lagerfläche für Medikamente werde übergangsweise im Aktivum sein, in dem die Räume der Notfalldienstpraxis sind. Die muss daher kurzfristig umziehen.

Lüftung produziert täglich bis zu 300 Liter Wasser

„Das ist nicht schön für alle Beteiligten und ein deutlicher Mehraufwand“, sagt Axel Weinand. Er schätzt, dass die Sanierungsarbeiten bis zu sechs Monaten dauern können. Insgesamt hatte die Klinik noch Glück im Unglück: Ein Großteil des Wasser sei in einen Aufzugschacht geflossen, das abgepumpt werden konnte. Die große Lüftungsanlage produziere täglich zwischen 100 und 300 Liter Wasser. „Wenn man das zehn Tage nicht sieht, können zwischen 1000 und 3000 Liter Wasser wegsickern“, so Weinand.

Der Apothekenbetrieb der Klinik sei durch die Verlagerung nicht eingeschränkt, heißt es seitens der Geschäftsleitung Die Patienten und Patientinnen würden davon nichts merken. Abgesehen von denen der Notafalldienstpraxis, die vorübergehend eine neue Anlaufstelle haben.

Bei Lebensgefahr 112 wählen

Die KVWL organisiert den ärztlichen Bereitschaftsdienst der niedergelassenen Ärzte. In der Notdienstpraxis werden Patienten versorgt, die einen Arzt benötigen und nicht bis zur nächsten Sprechstunde warten können. Über die Möglichkeiten eines Hausbesuchs informiert der Patientenservice, zu dem auch der ärztliche Bereitschaftsdienst gehört, unter der zentralen Telefonnummer 116117.

In einer lebensbedrohlichen Notfallsituation sollte allerdings umgehend die Rettungsleitstelle unter der Telefonnummer 112 angerufen werden.

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Redaktion Lünen
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Magdalene Quiring-Lategahn