Tamara und José Queirós vom Restaurant Carlos werden ihre Preise zum Jahreswechsel anpassen. © Archiv
Gastronomie in Lünen

Wegen Corona: Manche Restaurants in Lünen erhöhen ihre Preise

Die Corona-Krise hat vor allem die Gastronomie schwer getroffen. Das könnte jetzt Auswirkungen auf die Gäste haben. Wurden die Preise für Speisen und Getränke in Lünen bereits angehoben?

Durch Corona hatten es die Gastronomen über Monate hinweg schwer. Viele hatten keine oder kaum Einnahmen. Manche Wirte haben daher die Preise angezogen. Wir haben ins Lünens Restaurants mal nachgefragt, wie die Preise sich entwickelt haben.

Ein beliebter Treff für Jung und Alt ist am Willy-Brandt-Platz angesiedelt: das Café Extrablatt. Hier gibt es Kaffee und Kuchen, aber auch deftiges Essen und abends stehen auf fast jedem Tisch Cocktails. Aber auch wenn das Extrablatt meist gut besucht ist, haben die Betreiber sich dazu entschlossen, die Preise anzuheben.

Preise teilweise angehoben

Bianca Bauer vom Café Extrablatt in Lünen sagt im Gespräch mit der Redaktion: „Wir haben die Preise teilweise angehoben.“ Das betreffe aber vor allem die Getränke. Ein Latte Macchiato kostet statt den bisher üblichen 3,15 Euro jetzt 3,40 Euro. Auch bei den Speisen gibt es jetzt leichte Preissteigerungen. „Beispielsweise das Bruschetta mit Schinken kostet statt bisher 6 Euro jetzt 6,45 Euro“, sagt Bianca Bauer.

Ein paar Hartgesottene ließen es sich nehmen, draußen vorm Extrablatt bei einem heißen Getränk eine Corona-Verschnaufpause einzulegen.
Ein paar Hartgesottene ließen es sich nehmen, draußen vorm Extrablatt bei einem heißen Getränk eine Corona-Verschnaufpause einzulegen. © Storks © Storks

Anders handhabt es das Restaurant Irodion am Roggenmarkt in Lünen. Dort wurden noch keine Preise angehoben, „das kann aber noch kommen“, sagte ein Mitarbeiter vom Restaurant im Gespräch mit der Redaktion. Man wisse noch nicht, ob und wann man die Preise anheben wird, das liege an den Lieferanten. „Wenn die die Preise anheben, dann müssen wir das auch machen“, heißt es weiter vom Restaurant Irodion.

Kabeljau aus Kostengründen durch Zander ersetzt

Direkt an der B236 ist das Restaurant Westermanns. Dort wurden die Preise bis jetzt nicht angehoben, aber Manuel Kraas vom Westermanns sagt auch: „Wir orientieren uns am Einkaufspreis.“

Das bedeutet, dass die Standardkarte nur bei drastischen Veränderungen angepasst wird, bei der Tageskarte wird nach Saison und Verfügbarkeit eingekauft. „Wir haben jetzt auf der Tageskarte den Kabeljau durch Zander ersetzt, weil der Kabeljau einfach zu teuer wurde“, so Kraas im Gespräch mit der Redaktion. Einfach die Preise nach Corona angehoben, habe man bei Westermanns jedoch nicht.

Ein Kilogramm Rinderfilet kostet zehn Euro mehr

José Quieros vom portugiesischen Restaurant Carlos in Lünen hat auch seine Preise noch nicht erhöht, mit der Betonung auf noch nicht. Denn die Preiserhöhungen seiner Speisen werden nicht mehr lange auf sich warten lassen. „Ab dem neuen Jahr, also ab dem 1. Januar, werden wir auch die Preise erhöhen müssen“, sagt der Restaurant-Inhaber. Wie sehr die Preise angehoben werden, kann er aber noch nicht abschätzen.

Das liegt seiner Aussage nach daran, dass die Einkaufskosten steigen. „Für ein Kilogramm Rinderfilet zahle ich jetzt zehn Euro mehr als vor Corona“, sagt José Quieros. Durch das Coronavirus haben sich die Lieferungen aus dem Ausland wie Südamerika verkompliziert.

Über die Autorin
Redakteurin
Laura Schulz-Gahmen, aus Werne, ist Redakteurin bei Lensing Media. Vorher hat sie in Soest Agrarwirtschaft studiert, sich aber aufgrund ihrer Freude am Schreiben für eine Laufbahn im Journalismus entschieden. Ihr Lieblingsthema ist und bleibt natürlich: Landwirtschaft.
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Laura Schulz-Gahmen

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