Weniger Pendler-Parkplätze am Bahnhof Preußen

Wegen Bauarbeiten

Die schlechte Nachricht vorweg: Die Zahl der Pendler-Parkplätze am Bahnhof Preußen hat sich Ende vergangener Woche drastisch reduziert. Die gute: Der Parkplatz fällt weg, weil die Arbeiten für die Kreisverkehre zum Nordtunnel endlich begonnen haben. Wir zeigen auf einer Karte, wo noch geparkt werden darf - und wo nicht.

HORSTMAR

, 16.02.2016 / Lesedauer: 2 min
Weniger Pendler-Parkplätze am Bahnhof Preußen

Die Rodungsarbeiten für den Bau des Nordtunnels im Lüner Süden sind gestartet.

Die Schotterpiste neben dem eigentlich Park-and-Ride-Parkplatz am Preußen-Bahnhof ist dicht. Das erklärte Stadt-Sprecherin Kerstin Schatz am Dienstag auf Anfrage. Demnach benötige die Firma, die für den Bau des Kreisverkehres Ecke Preußenstraße/An der Kohlenbahn zuständig ist, die Fläche neben dem eigentlichen Park-and-Ride-Parkplatz. Ein offizieller Parkplatz sei diese Fläche ja auch nie gewesen, erklärt Schatz: „Das haben wir nur geduldet.“

Unverständnis bei Pendlern

Bisher hatten Pendler, wenn der eigentliche Parkplatz schon voll war, die Fläche zwischen Bahnhof und der Straße An der Kohlenbahn genutzt. Das schildert Leser Karsten Bromm: „Am Freitag stand meine Frau auf einmal vor verschlossener Schranke.“ Eine Vorwarnung hätte es nicht gegeben, darum hätten viele andere Pendler auch mit Unverständnis reagiert. Immerhin sei die Fläche vorher extra mit Schotter für Parker aufbereitet gewesen.

Dass der Parkplatz jetzt wegfalle, sei schade für die Pendler – und die Anwohner. Denn die müssen damit rechnen, dass die Pendler sich in den Seitenstraßen Plätze suchten. Der Parkplatz vor dem Bahnhof alleine reiche definitiv nicht aus. „Am Ende können weniger Leute tatsächlich pendeln. Und das kann es doch auch nicht sein“, sagt Bromm. Die Firma benötige die Fläche unter anderem, um dort Geräte zu lagern, erklärt Stadt-Sprecherin Schatz: „Die Fläche wird auch nach den Arbeiten wohl nicht wieder als Parkplatz zur Verfügung stehen.“

3500 Quadratmeter Fläche von Bäumen und Sträuchern befreit

Parallel zu den Arbeiten im Umfeld des Pendlerparkplatzes begannen Anfang der Woche an der Bebelstraße die Rodungsarbeiten für den zweiten Kreisverkehr. Dort muss eine Fläche von 3500 Quadratmetern von Bäumen und Sträuchern befreit werden. Für diesen Eingriff wird in Alstedde eine Ackerfläche aufgeforstet.

Der Nordtunnel soll nach seiner Fertigstellung (geplant Ende 2017) die Unterführung an der Preußenstraße entlasten – vor allem dann, wenn der Vollanschluss an die Autobahn 2 kommt.

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