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Gelände mit alter Westfalia-Kantine soll Zukunftsstandort für Kreative werden

rnSpatenstich an Hüttenallee

An der alten Westfalia-Kantine will Unternehmer Ingo Kaiser ein modernes Medienzentrum errichten. Auch der traditionsreiche Backsteinbau spielt bei dem innovativen Projekt eine Rolle.

Wethmar

, 18.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Anfangs war es nur eine Vision. Am Dienstag (18. Juni) konnte Ingo Kaiser mit vielen Projektbeteiligten den ersten Spatenstich feiern. Der Geschäftsführer des Werner Eventspezialisten „Late Night Concepts“ hat an der Hüttenallee in Lünen-Wethmar große Pläne. Im Schatten der 1870 gebauten Kantine der Eisenhütte Westfalia soll ein Campus entstehen, der offen ist für kreative Köpfe. „Campus Erlebnisreich“ heißt das Projekt, mit dem Ingo Kaiser Tradition und Innovation verbinden will.

Gebaut wird im ersten Bauabschnitt an der Hüttenallee ein Gebäude, in das Kaiser mit seiner Firma Late Night Concept aus Werne ziehen wird. Das Unternehmen ist Dienstleister für Firmen, die Veranstaltungen durchführen. Es entwirft und baut Bühnenbilder, aber auch Messestände, und bietet die passende Technik dazu an.

Campus soll in die Region strahlen

Kaisers Idee geht aber weiter. Er will zusätzlich Flächen vermieten und jungen Unternehmen eine Perspektive geben, sich weiterzuentwickeln und voneinander zu profitieren. Damit soll der „Campus Erlebnsireich“ über Lünen hinaus in die Region strahlen.

Westfalia-Kantine soll saniert werden

Einbinden will der Unternehmer in seine Pläne auch die Westfalia-Kantine. Sie soll in einem zweiten Baubschnitt saniert und an das neue Gebäude angebunden werden. Oben sind Büroräume vorgesehen, unten eine Veranstaltungsfläche.

Letztlich soll in einem dritten Bauabschnitt ein Pavillon zum Trainings- und Schulungszentrum werden.

Das Konzept ist nicht festgelegt

Zahlreiche Gäste hatten sich am Dienstag eingefunden, um den Spatenstich für den neuen Campus zu feiern. „Wir sind bei unseren Ideen noch nicht festgelegt, es ist ein offenes Konzept, mit dem wir auf junge Leute zugehen möchten“, erklärte Ingo Kaiser in seiner Begrüßungsrede. Nach früheren Angaben wird er in die Neubauten an der Hüttenallee einen höheren siebenstelligen Betrag investieren.

„Hüttentropfen“ als Geschenk

Mit einem Zitat von Victor Hugo: „Nichts ist so mächtig wie eine gute Idee zur richtigen Zeit“, würdigte Bürgermeister Jürgen Kleine-Frauns das Projekt. Man habe sich über den Standort mehr als zwei Jahre ausgetauscht. Anfangs sei noch nicht abzusehen gewesen, was hier entstehen würde. Weil es unweit der alten Eisenhütte etwas „Hochprozentiges“ sei, überreichte er dem Unternehmer einen „Hüttentropfen“. Die Fachpresse, so Kleine-Frauns, habe Kaiser als „Innovationsstreber“ bezeichnet. Es sei eine Innovation, die Lünen gut gebrauchen könne.

Kaiser selbst dankte vor allem seinen 16 Mitarbeitern, seiner Frau Bettina und dem Projektteam. Ohne ihre Unterstützung würden Visionen erfolglos bleiben.

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