Wie drei Syrer einen Neuanfang in Lünen starten

Flüchtlings-Porträts

Eine Flucht, die gut organisiert werden muss. Fluten von Papierkram für den Asylantrag, Nächte auf Feldbetten in Flüchtlingsunterkünften. Deutsch lernen. Eine Wohnung finden. Arbeiten. Flüchtlinge haben viel hinter sich - und auch viel vor sich. Wir porträtieren drei Syrer, die in Lünen einen Neuanfang gestartet haben.

LÜNEN

23.07.2016, 05:14 Uhr / Lesedauer: 1 min

Oft ähneln sich ihre Geschichten über die Vergangenheit: Sie alle fliehen vor dem Krieg und lassen perspektivlose Leben hinter sich. Trotzdem haben sie Ziele für die Zukunft, für eine Zukunft in Deutschland. Hier geht es zu den Flüchtlings-Porträts.

Emad Aryan: Der Anwalt, der einen Unterstützer gefunden hat 

Vier oder fünf Tage, eingepfercht mit über 70 weiteren Personen in einem LKW. Seine Flucht gleicht den Horrorgeschichten, die wir nur aus den Nachrichten kennen. Doch Emad Aryan schaffte es bis nach Dortmund - wo eine ernüchternde Nachricht auf ihn wartete: Trotz zweijähriger Berufserfahrung in Syrien darf Emad Aryan in Deutschland nicht als Anwalt praktizieren. Mit einem Praktikum in Lünen musste er ganz von vorne anfangen. Doch dabei fand er einen Unterstützer, der an ihn glaubt. 

Mohammad Fattah: Er glaubt an Geben und Nehmen

Ein halbes Jahr ist er erst in Lünen, und doch kann er sich schon auf Deutsch unterhalten. Mit einem Praktikum im Werner Krankenhaus möchte er sich den Einstieg in seinen alten Beruf ermöglichen. Er ist dankbar für Ermutigungen und glücklich über die Unterstützung seiner Kollegen. Mohammad Fattah findet, dass Flüchtlinge Chancen verdient haben - und fordert dazu einige Änderungen in Deutschland. 

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Isa Khello: Für ihn ist Deutschland wie eine Mutter

Seit seiner Kindheit wollte er nach Deutschland kommen, vergangenes Jahr war es dann so weit: Isa Khello kam ohne seine Eltern nach Lünen. Hier möchte er sich ein neues Leben aufbauen. Die Schule hat er nur bis zur elften Klasse besucht - und doch fand er einen Ausbildungsplatz. 

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