Wo Lünen fahrradfreundlich ist - und wo nicht

Ergebnisse des ADFC-Tests 2014

Schlechte Ampelschaltung, Mängel bei der Wege-Reinigung, aber ein gut erreichbares Zentrum und Lob für die Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung - so hat Lünen beim Fahrradklima-Test des ADFC abgeschnitten. Wir erklären, wie es zur Bewertung kam und was Fahrradfahrer und Stadt Lünen dazu sagen.

LÜNEN

, 14.03.2015, 07:58 Uhr / Lesedauer: 1 min
Auch der Leezenpatt in Lünen zeigt Schwachstellen.

Auch der Leezenpatt in Lünen zeigt Schwachstellen.

Wo landete Lünen im Test 2014? Die Stadt kam bundesweit auf Platz 36 von 100 Städten - in der Kategorie der Orte zwischen 50.000 und 100.000 Einwohner.

Wie hatte Lünen beim vorherigen Test abgeschnitten? Bei der letzten Befragung aus dem Jahr 2012 erreichte Lünen Platz 18 von 252.

Was ist 2014 schlechter gewesen als 2012? Verschlechtert habe sich vor allem das Angstgefühl, erläutert Reinhard Koch, Pressesprecher des ADFC Lünen. Durch fehlende oder irritierende Radwegmarkierungen gebe es häufig Unsicherheiten. Auch beim Leezenpatt gab es Kritik: „In der Stadt kommen sich Fußgänger und Radfahrer in die Quere, bei Großveranstaltungen in der Innenstadt wird er abgesperrt“, kritisiert Reinhard Koch. „Dass Schüler dann ausweichend über die stark befahrene Kurt-Schumacher-Straße müssen, kann nicht sein.“ Die Wege auf dem Patt seien zudem häufig löchrig.

Wo erhielt Lünen schlechte Noten? Eine schlechte Bewertung gab es auch für die Parkkontrollen auf Radwegen. Diese bewerteten 61 der 82 abstimmenden Lüner mit der Schulnote 6. Für die Ampelführung gab es 39 Mal die 6, 33 gaben dem Winterdienst die Schulnote 6.

Was sagt die Stadt Lünen zur Bewertung? „Wir sind natürlich nicht sehr erfreut, dass es einen Abstieg gibt“, gestand Thomas Berger, Leiter Abteilung Stadtplanung, ein. „Viele Schwachstellen sind uns bereits bekannt und wir nehmen das Ergebnis zum Anlass, uns mit den Punkten weiter kritisch auseinanderzusetzen.“ Bereits im Jahr 2012 hat es den „Bypad-Prozess“ gegeben. Dabei sei der Status des Radverkehrs überprüft worden, erklärte Berger weiter. „Die Fahrradinfrastruktur soll verbessert, das Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer untereinander erweitert werden.“

Wie will die Stadt Lünen demnächst besser abschneiden? Mit der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Stadt wolle man weiterhin Verbesserungen schaffen, so Berger. Die Lage der Fahrradstellplätze habe sich beispielsweise bereits verbessert, so Berger. Viele der aktuellen Kritikpunkte sollen im nächsten Ausschuss für Stadtentwicklung thematisiert werden.

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