Wo Parteien in Lünen stark waren - und wo schwach

Grafiken für Lünen

Wo waren die Parteien in Lünen besonders stark, wo extrem schwach? Wie kommentieren die Lüner Verantwortlichen von CDU, SPD, FDP und Grünen das Ergebnis? Hier finden Sie Grafiken und Meinungen zur Bundestagswahl 2017.

LÜNEN

, 26.09.2017, 13:21 Uhr / Lesedauer: 2 min

 

 

Das sagen Lünens Parteien zum Wahl-Ausgang 2017

 

SPD: "Natürlich ist es schmerzhaft"

Die Lüner SPD freue sich über ein gutes Erststimmen-Ergebnis, so der stellvertretende Vorsitzender Daniel Wolski: „Natürlich ist es schmerzhaft, dass wir bei der Zweitstimme Verluste hinnehmen müssen, aber das war wegen des Bundestrends klar.“

Der Wahlkampf in Lünen sei sehr gut gewesen, dort sei „hervorragende Arbeit“ geleistet worden. Viel mehr Bauchschmerzen bereite ihm das AfD-Ergebnis. „Wir müssen gucken, was wir künftig für Angebote machen können. Wir müssen stärker in den Dialog mit den Bürgern einsteigen.“

Dass die SPD sich so schnell festgelegt hat, künftig im Bundestag aus der Opposition heraus Politik zu machen, sei „genau der richtige Schritt. Das habe ich mir schon bei der letzten Bundestagswahl gewünscht.“

CDU: Zweitstimmen-Ergebnis in Lünen "enttäuschend"

„Enttäuschend“, findet Günter Langkau, Parteichef der Lüner CDU, das Zweitstimmen-Ergebnis seiner Partei in Lünen und besonders schade, dass Sylvia Jörrißen jetzt nicht mehr im Bundestag vertreten ist. Dabei sei das Rennen zwischen ihr und dem SPD-Kandidaten Michael Thews im Wahlkreis mit 1,2 Prozentpunkten Unterschied sehr knapp ausgegangen. Das schlechte Zweitstimmen-Ergebnis in Lünen führt Langkau auf den allgemeinen Trend zurück.

Wenn zwei neue Parteien in den Bundestag einziehen, verlagern sich die Stimmen.“ Langkau findet eine mögliche Jamaika-Koalition aus CDU, FDP und Grünen „ganz gut“, eine große Koalition möchte er „auf keinen Fall“ wieder. Im Wahlkampf hätten die CDU und die Junge Union einen „guten Job“ gemacht. „Wir hatten an den Wahlständen guten Zulauf und auch interessante Gespräche.“ Auf Bundesebene solle man jetzt die AFD dabei beobachten, was sie tue.

Grüne: Zu Jamaika "gibt es unterschiedliche Meinungen"

Das Thema einer möglichen Jamaika-Koalition ist bei den Lüner Grünen umstritten. „Es gibt dazu unterschiedliche Meinungen. Ich sehe das eher kritisch“, sagt Erika Roß, Parteisprecherin von Bündnis 90/Die Grünen. Sie persönlich würde eine Rolle in der Opposition eher begrüßen.

„Wir müssen da jetzt ganz genau hingucken“, erklärt sie. Die Grünen haben in Lünen 0,9 Prozent der Zweitstimmen eingebüßt. „Wir haben gekämpft und wurden sehr unterstützt von den Jungen Grünen“, so Roß. Was die Konsequenz sein werde, wollten die Grünen gestern Abend basisdemokratisch besprechen.

FDP: "Wir freuen uns ungeheuer"

„Wir freuen uns ungeheuer“, sagt Dr. Norbert Katte, Vorsitzender der Freien Demokraten. Beate Oertel habe ihren Stimmenanteil „tüchtig erhöhen“ können. „Das zeigt, dass die Arbeit auch vor Ort Früchte trägt."

Eine Koalition könne er sich mit den Grünen und der CSU nur schwer vorstellen – zu unterschiedlich seien die Positionen. „Andererseits kann eine bunte Koalition das Land auch weiter voranbringen. Alle Parteien müssen dann ein Stückchen nachgeben.“

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