Wohnungsbrand: Feuerwehr rettet Bewohner in der Nacht über Drehleiter vom Balkon

Wohnungsbrand

Mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften rückte die Lüner Feuerwehr in der Nacht zu Sonntag (28.) zu einem Wohnungsbrand in der Lüner City aus, wo sie schon sehnsüchtig erwartet wurde.

Lünen

, 28.07.2019 / Lesedauer: 3 min
Wohnungsbrand: Feuerwehr rettet Bewohner in der Nacht über Drehleiter vom Balkon

Im vierten Obergeschoss dieses Mehrfamilienhauses an der Münsterstraße 55 ist eine Wohnung ausgebrannt. Auf dem Foto sind noch Spuren des Feuers zu erkennen. © Storks

Nach dem Dachstuhlbrand Donnerstagabend (25.) in der Luisenhüttenstraße musste die Lüner Feuerwehr in der Nacht von Samstag (27.) auf Sonntag (28.) wegen eines Wohnungsbrandes in der Lüner City schon wieder ran:

An der Münsterstraße stand im vierten Obergeschoss eines Mehrfamilienhauses eine Wohnung in Flammen. Wie Brandoberinspektor und Wachabteilungsleiter Florian Schwarze am Sonntag auf Anfrage unserer Redaktion sagte, sei die Feuerwehr gegen 0.45 Uhr alarmiert worden - gegen 3.30 Uhr war der Einsatz beendet.

Bewohner steht auf dem Balkon

„Als wir dort eintrafen, konnten wir schon den Bewohner der Wohnung auf dem Balkon stehend sehen. Von dort hat er auf sich aufmerksam gemacht“, sagte Schwarze. Der Mann sei von einem Rauchmelder in seinen Räumlichkeiten geweckt worden.

Wegen des starken Rauches in der Wohnung sei dem Mann, nähere Angaben zur Person machte Schwarze keine, der Weg ins Treppenhaus versperrt gewesen. Während einige Feuerwehrleute durch das Treppenhaus in die Wohnung zur Brandbekämpfung gelangten, befreiten wieder andere Einsatzkräfte den Wohnungsmieter mit Hilfe einer Drehleiter aus seiner misslichen Lage.

„Weil nicht auszuschließen war, dass er sich eine Rauchvergiftung zugezogen hatte, wurde er sicherheitshalber ins Krankenhaus gebracht“, sagte Schwarze weiter. Ansonsten sei niemand verletzt worden.

Wohnungsbrand: Feuerwehr rettet Bewohner in der Nacht über Drehleiter vom Balkon

An der Häuserwand oben sind noch Rauchspuren zu erkennen. © Storks

Wohnung total ausgebrannt

Ob der Mann dort stationär aufgenommen wurde und die Nacht im Krankenhaus verbracht hat, dazu konnte der Brandoberinspektor keine Angaben machen: „Ehrlich gesagt, das weiß ich nicht.“

In die Wohnung jedenfalls konnte der über die Drehleiter gerettete Mann jedenfalls nicht, „weil die total ausgebrannt war, das ganze Mobiliar hatte Feuer gefangen (Schwarze)“.

17 Bewohner warteten draußen

Wegen und für die Zeit der Löscharbeiten mussten 17 Bewohner weiterer Wohnungen im vierten Obergeschoss auf der Straße verharren, wo sie von Einsatzkräften betreut wurden.

„Alle 17 Personen konnten später wieder in ihre Wohnungen zurückkehren“, sagte Florian Schwarze. Zur Brandursache machte er Sonntag keine Angaben: „Mit den Ermittlungen zur Brandursache beschäftigt sich jetzt die Polizei.“ Dort war Sonntag zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

Diese Löschzüge waren dabei

Vor Ort waren in der Nacht von Samstag auf Sonntag 50 Einsatzkräfte - vom Löschzug der Berufsfeuerwehr, vom Löschzug 1 (Lünen-Mitte) und vom Löschzug 7 (Wethmar). Florian Schwarze: „Der Löschzug 4 Niederaden hat in der Zeit die Hauptwache besetzt.“

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